Diskussion:Paul Lipke

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Wie überlebte Lipke als Jude (?) das Dritte Reich?[Quelltext bearbeiten]

Die Quellenlage erscheint schwierig. Die „Jewish Encylopedia“ führt Lipke als jüdischen Meister auf. Hierzu entspann sich diese Diskussion. --DaQuirin 20:34, 22. Jun. 2008 (CEST)

Stendaler Schachchronik[Quelltext bearbeiten]

Diesen Textbaustein eines anonymen Autors habe ich im Artikel gelöscht. Vielleicht lässt sich daraus etwas Honig saugen, insgesamt gehört dies eher in eine Vereinschronik. Von nennenswerten Schachtaten Lipkes wird nicht berichtet: --DaQuirin 04:11, 3. Aug. 2008 (CEST)

Am 6. Dezember 1905 wird Lipke Mitglied der einen Monat zuvor gegründeten Stendaler Schachgesellschaft, dem ersten Schachverein in der Rolandstadt. 1906 wird er zum Spielleiter gewählt, gewinnt das Winterturnier und arbeitet mit zwei weiteren Schachfreunden die Statuten des Vereins aus. Am 13. Mai 1907 gibt Lipke im Stendaler Café Kafka eine Simultanvorstellung an 16 Brettern, wobei er auf der ganzen Linie siegreich bleibt. Eine weitere Simultanvorstellung erfolgt im August 1909 - wieder gewinnt er alle Partien - und am 26. Oktober des selben Jahres. Der Schriftführer der Stendaler Schachgesellschaft vermerkt hierzu: "Da mehrere Mitglieder der Gesellschaft ihn einmal eines schönen Tages versetzt hatten, so schritt er, gleich einem brüllenden Löwen, umher und verschlang alles, was ihm in den Weg kam. Nachdem er gesättigt war, reiste er mit hoher Befriedigung ab." Im November 1909 wird Lipke Ehrenmitglied der Stendaler Schachgesellschaft. Seine vorerst letzte Aktivität in Stendal vor dem ersten Weltkrieg datiert vom April 1910, als er das Winterturnier der Gesellschaft für sich entschied. Belegt ist, dass Lipke nach dem Krieg für einen Osterburger Verein am Brett saß. So sitzt er am 21. Oktober 1928 an der Spitzenposition, als die Osterburger Stendal mit 7,5:6,5 bezwingen. Die Kreisstädter übrigens hatten sich nach der Wiedergründung des Vereins in "Stendaler Schachklub 05" umbenannt. Zudem wird Lipke bei weiteren Veranstaltungen erwähnt: bei den Klubkämpfen gegen Stendal am 1. Dezember 1929, am 14. November 1931 und 1933 sowie beim Vergleich einer Altmarkauswahl gegen den Schachverein Rathenow am 23. April 1933. Die Presse berichtete ausführlich über den Kampf und schließt mit den Worten: "...Meister Lipke aus Osterburg ehrte die Veranstaltung durch seinen Besuch..." Auch nach dem Zweiten Weltkrieg - und inzwischen hochbetagt - blieb Lipke dem königlichen Spiel treu. Beim Städtekampf zwischen Tangermünde und Osterburg am 2. November 1947 bezwingt er am Spitzenbrett den Tangermünder Zbikowski. Quelle: Steffen Kottke: Gründungsväter, Meisterspieler, Wunderkinder - 100 Jahre Vereinsschach in Stendal (Eigenverlag 2005)

Der entsprechende Text ist als Stendaler Schachchronik (siehe dort unten) abrufbar. Daraus geht auch hervor, dass Lipke 1909 nach Osterburg umgezogen war. --DaQuirin 02:24, 23. Nov. 2008 (CET)

Mögliche Promotion[Quelltext bearbeiten]

Titelblatt der Dt. Schachblätter (1909)

Von „Dr. (Paul) Lipke“ ist in der Stendaler Schachchronik (siehe oben) wiederholt die Rede (z.B. Eintrag unter 1907, siehe dort). Falls er den Doktortitel erworben hat, geschah dies eventuell nach seiner aktiven Schachzeit. Gibt es Gründe, daran zu zweifeln? --DaQuirin 15:39, 6. Jan. 2009 (CET)

Es ist tatsächlich keine Dissertation nachweisbar. Gruß, Stefan64 16:17, 6. Jan. 2009 (CET)
Das ging aber schnell, bei Siegbert Tarrasch hat das fast hundert Jahre gedauert :) Vielleicht gehört Lipke ja in die stetig wachsende Liste von Schachspielern (Tarrasch, Zukertort, Aljechin), die „freihändig“ mit einem Doktortitel hantiert haben. Die Stendaler Schachchronik basiert anscheinend auf zeitgenössischen lokalen Quellen. Unter dem Jahr 1955 findet sich der Eintrag: Am 8. März stirbt Altmeister Dr. Paul Lipke im Alter von 84 Jahren in Osterburg. Ist es möglich, dass ihm der Doktortitel irrtümlich zugeschrieben wurde (weil sich das für einen „ordentlichen“ Rechtsanwalt so gehörte)?. Wegen der schlechten Quellenlage bei Lipke lässt sich das nicht beantworten. Gegen eine erfolgte Promotion spricht jedenfalls auch das Titelblatt der DSBl von 1909 (siehe rechts). --DaQuirin 16:29, 6. Jan. 2009 (CET)
Anders als Tarrasch und Aljechin ist Lipke in seinen Veröffentlichungen niemals als "Dr." Lipke aufgetreten. (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag – siehe dazu Hilfe:Signatur – stammt von 134.100.172.24 (DiskussionBeiträge) 13:20, 13. Jan. 2009)