Diskussion:Voynich-Manuskript

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Andreas Schinner, Schabernack-Hypothese[Quelltext bearbeiten]

"Die Schabernack-Hypothese wird auch durch eine Textanalyse des österreichischen Wissenschaftlers Andreas Schinner gestützt: Er entdeckte unnatürliche Regelmäßigkeiten in der Wortfolge des Manuskripts, die in Texten, die in natürlichen Sprachen verfasst sind, nicht vorkommen. Der theoretische Physiker kommt daher ebenfalls zu dem Schluss, dass das Voynich-Manuskript das raffinierte Werk eines Schelms ist und lediglich bedeutungslosen Unsinn enthalte."

Ich kenne die Arbeit von Schinner nicht. Die Umschreibung hier kommt mir allerdings höchst eigenartig vor. Es ist doch bekannt, dass vor allem in spätmittelalterlichen Schablonen-Verschlüsselungen willkürliche Zeichen eingestreut und häufig vorkommende Buchstabengruppen bis hin zu häufigen Wörtern mit einem einzigen Zeichen erfasst wurden, um die Dechiffrierung zu erschweren. Solcherlei Hinzfügungen und Zusammenfassungen machen eine mechanische 'Wortfolgenprüfung' absolut sinnlos. Vielleicht kann jemand nachsehen, ob bei Schinner dieser Aspekt berücksichtigt worden ist. --Delabarquera (Diskussion) 22:13, 19. Sep. 2016 (CEST)

Literaturhinweis[Quelltext bearbeiten]

Gruß, --HHill (Diskussion) 12:07, 6. Apr. 2017 (CEST)

Das Manuskript anschauen[Quelltext bearbeiten]

Das Voynich-Manuskript ist hier ganz einfach anzuschauen, bei Jason Davies, Voynich Manuscript Voyager: https://www.jasondavies.com/voynich/#f6v/0.108/0.386/1.10 --SanktPeter (Diskussion) 19:24, 20. Aug. 2017 (CEST)

Recht, Faksimile-Editionen herzustellen[Quelltext bearbeiten]

„Der auf alte Schriften spezialisierte Siloé-Verlag aus Burgos in Spanien hat das Recht erworben, Faksimiles des Voynich-Manuskripts herzustellen.” — Muss das hier wirklich so irreführend stehen? Das Voynich-Manuskript ist gemeinfrei, sein Autor seit mehr als 70 Jahre ntot. Die im Netz verfügbaren Scans stehen unter keinem urheberrechtlichen Schutz. Das Voynich-Manuskript darf somit von jedermann reproduziert werden. Thorin Eichenschild (Diskussion) 23:56, 13. Okt. 2017 (CEST)

Warum denken manche beim Wort „Recht“ immer nur an das Urheberrecht? Das Voynich-Manuskript ist ja keine CD oder ein eBook, sondern ein wertvolles (und empfindliches) historisches Dokument, und ein Faksimile ist natürlich etwas völlig anderes als ein Scan. Um ein Faksimile herzustellen, benötigt man zwangsläufig Zugriff auf das Original, was natürlich nur mit der Erlaubnis des derzeitigen Eigentümers möglich ist (in diesem Fall die Beinecke-Bibliothek der Yale-Universität). Dieses Recht hat der Siloé-Verlag in der Tat erworben, nachdem er sich mehrere Jahre darum bemüht hatte. Das hat nichts mit dem Urheberrecht zu tun, es gibt ja noch zahlreiche andere Rechte (in diesem Fall Eigentumsrecht bzw. Verfügungsrecht). Die Formulierung im Artikel war also völlig korrekt; der Edit eigentlich unnötig. --Winof (Diskussion) 09:18, 7. Mai 2018 (CEST)

Gerard Cheshire[Quelltext bearbeiten]

Ich denke der Hinweis auf Gerard Cheshire sollte aus der Einleitung entfernt werden, zumindest bis Belege gebracht werden, dass dessen Deutung verlässlicher ist als andere und auch allgemein akzeptiert wird. Ansonsten wird hier ein falscher Eindruck erweckt. Bisher wird nur seine Veröffentlichung selber im Artikel zitiert. Mir ist auch nicht klar, warum der Artikel auf der Hauptseite unter "in den Nachrichten" verlinkt wird, eine schnelle Suche hat zumindest keine Hinweise darauf erbracht. --UgghArggh (Diskussion) 18:35, 15. Mai 2019 (CEST)

in den letzten 3 Stunden sind hunderte von Artikeln in der Presse dazugekommen... verglichen mit dem Käse, der hierzu bisher hierzu verzapft wurde (einschliesslich in WP), handelt es sich tatsâchlich um eine Sensation (vor alem weil diesmal keine UFOs, grüne Mânnlein, Rezepte zur Goldherstellung oder sonstiger Mist involviert ist)--Stauffen (Diskussion) 18:56, 15. Mai 2019 (CEST)
Ja, genau so wie letztes Jahr, als die Ergebnisse von Kondrak bekannt wurden, die sich dann als (vermutlich) nicht zutreffend herausstellten.
Davon abgesehen: Wikipedia ist kein News-Portal. Es ist angemessen, abzuwarten, bis die Ergebnisse von unabhängiger Seite bestätigt werden. --Winof (Diskussion
Ob wir wollen oder nicht, WP ist ein Newsportal... und dies ist eine wissenschaftliche Sensation (und harter Schlag gegen alle konspirativen Geister und Räucherstäbchen konsumierende NewAger). --Stauffen (Diskussion) 19:02, 15. Mai 2019 (CEST)
WP:WWNI #8. Wir haben alle Zeit der Welt; erst mal abwarten, ob sich Cheshires Interpretation halten kann. —Máel Milscothach D 21:04, 15. Mai 2019 (CEST)
Nein, sorry, aber das ist gar nichts. Zur vermeintlichen Sensation wird es nur durch den Schneeballeffekt der unreflektierten Übernahme in den Medien gemacht. Wie gesagt, letztes Jahr war es exakt das gleiche Spielchen mit den Erkenntnissen von Kondrak. --Winof (Diskussion) 19:06, 15. Mai 2019 (CEST)
@Winof: Na ja, inzwische schreibt selbst die NZZ davon, mit einem durchaus positiven Grundton... die haben sicherlich nicht hier abgeschrieben. Mal schauen... Die Fachzeitschrift Romance Studies ist ja auch kein Groschenroman vom Banhofskiosk; unter den Tisch als NewAge-Gespinst kehren kann man diese Veröffentlicung jedenfalls nicht meht. MLG--Stauffen (Diskussion) 23:53, 15. Mai 2019 (CEST)

Zitat der verlinkten Quelle zu unterst in "Author information" The solution to the codex of MS408 was developed over a 2-week period in May 2017 after he came across the manuscript for the first time whilst conducting research for his PhD dissertation. Having deciphered the writing system, he subsequently realized the significance of the manuscript to Romance linguists and Mediaeval historians, and so decided to publish the information. ist das nicht ein bisschen "speziell" das er diese Lösung schon 2017 hatte?

Cheshire ist kein Romanist, er wird auf der HP von Innes Cuthill (Verhaltensbiologe) als dessen Research Assistent geführt (scheint allerdings nicht auf dem neuesten Stand zu sein). Der Artikel gibt ziemlich 1:1 das wieder, was Cheshire schreibt. Als Romanist erlaube ich mir den Hinweis, dass im Spätmittelalter die romanischen Sprachen schon ausgebaut waren, die Behauptung im Spätmittelalter sei eine protoromanische Sprache gesprochen worden, wie sie der Artikel von Cheshire übernimmt, muss von jedem Romanisten zurückgewiesen werden und entlarvt das Ganze als Scharlatanerie. Sicher eine Scharlatanerie, in die Cheshire viel Fleiß gesteckt hat, aber eine Scharlatanerie. El Quijote (Diskussion) 00:59, 17. Mai 2019 (CEST)
Gerard Cheshire von der Universität Bristol, der seit 2017 am Voynich-Manuskript forscht, geht davon aus, dass es in proto-romanischer Sprache, d. h. in spätmittelalterlichem Vulgärlatein auf dem Wege zur Differenzierung in die heutigen romanischen Sprachen, geschrieben wurde.

Alleine dieser Satz regt mich schon total auf. 1.) er suggeriert, dass das Voynich-Manuskript sein Forschungsgebiet sei. Nein, er ist Verhaltensbiologe und dilettiert nebenbei. 2.) spätmittelalterliches Vulgärlatein ist, wenn man nicht eine extrem offene Definition von Vulgärlatein hat, ein Anachronismus. 3.) Die romanischen Sprachen waren zum damaligen Zeitpunkt schon mindestens seit sechs Jahrhunderten erkennbar differenziert. Gerard Cheshire von der Universität Bristol, der seit 2017 am Voynich-Manuskript forscht, [...] Er legte [...] eine akademische Analyse des Werkes vor, die Entschlüsselungen für einige Fragmente beinhaltet;... Das Zitat endet mit einer Tatsachenbehauptung, die sich als unzutreffend erweist. Es mag zwar formal korrekt sein, dass Cheshire an der Uni Bristol angestellt ist, aber eben nicht, um am Voynich-Manuskript zu forschen, sondern als Resarch Assistent (zumindest war er das) bei einem Verhaltensbiologen am neurowissenschaftlichen Lehrstuhl. Das heißt: Uni Bristol, forscht, akademische Analyse suggerieren, Cheshire habe Fachkompetenzen, die er de facto gar nicht hat. Solche Formulierungen dienen am Ende nur dazu, jemanden als Autorität aufzubauen und gegen Kritik immun zu machen. Es ist immer noch ein Artikel über das Voynich-Manuskript und keiner über Cheshire.El Quijote (Diskussion) 08:19, 17. Mai 2019 (CEST)

Angebliche Entzifferung[Quelltext bearbeiten]

Die Entzifferung durch Gerard Cheshire ist derart kryptisch (!), dass zum derzeitigen Zeitpunkt niemand beurteilen kann, ob sie zutrifft.--Astra66 (Diskussion) 18:36, 15. Mai 2019 (CEST)

Das sehe ich auch so. Ich habe mir die Mühe gemacht, die Veröffentlichung durchzulesen. Sie ist keineswegs „umfassend“, wie im Artikel steht, sondern kann auch nur einige Fragmente (angeblich) übersetzen, und hierfür werden auch eine Reihe von Annahmen gemacht, die keineswegs gesichert sind. Insgesamt macht die Arbeit keinen nennenswert verlässlicheren Eindruck als einige andere Arbeiten zuvor (womit ich natürlich nicht die laienhaften Deutungsversuche meine, die auf einigen Webseiten oder gar auf Youtube zu finden sind).
Der Wikipedia-Artikel darf auf keinen Fall den Eindruck erwecken, das Voynich-Manuskript gelte nun als entschlüsselt. Die Bewertung der Arbeit Cheshires durch andere Forscher ist das Mindeste, das abzuwarten ist. --Winof (Diskussion) 18:50, 15. Mai 2019 (CEST)
@Winof:ich bitte Dich den Text des Artikels zu lesen, es handelt sich um eine durchaus schlüssige Lektüre - es handelt sich vor allem um eine akademische Schrift, die einer peer-review unterliegt und nicht um eine sinnentstellte Sekundärquelle (und dies ist zu vergleichen mit den teils abenteuerlichen Interpretationen, die im Artikel auch angeführt werden und keineswegs als gleichwertig gelten können => z.B. es seien semitische oder altamerikanische Sprachen, aber ohne auch nur ein Sinnfragment anzugeben)--Stauffen (Diskussion) 18:38, 15. Mai 2019 (CEST)
Ich habe die Veröffentlichung ziemlich genau durchgelesen (siehe oben), wie auch alle anderen ernstzunehmenden Veröffentlichungen zur Voynich-Forschung der letzten 15 Jahre. Auf mich macht es keinen so überzeugenden Eindruck; er hat sich – genau wie Kondrak – ein paar Dinge zurechtgebogen, um zumindest ein paar Fragmente angeblich übersetzen zu können. Einige Annahmen sind sogar ziemlich weit hergeholt. Ich würde unbedingt Bewertungen von weiteren Forschern abwarten. Wie gesagt, vorher dürfen wir auf keinen Fall den Eindruck erwecken, das Manuskript sei nun entschlüsselt. Das wäre unprofessionell. --Winof (Diskussion) 19:04, 15. Mai 2019 (CEST)
PS: Seine Interpretation der Karte könnte durchaus zutreffen, es klingt zumindest naheliegend (ähnliche Vermutungen gab es bereits). Aber die Entschlüsselung des Texts steht auf einem anderen Blatt. --Winof (Diskussion) 19:28, 15. Mai 2019 (CEST)

@Winof: Was soll er denn zurechtgebogen haben? Für mich macht diese Lösung einen sehr schlüssigen Eindruck. Antiope05411 (Diskussion) 20:09, 15. Mai 2019 (CEST)

Zur angeblich genau datierbaren Rettungsaktion Marias von Kastilien am 4. Februar 1444: Sie war nachweislich am 29. Januar sowie am 13. Februar 1444 in Valencia. Wenn sie überhaupt jemals in Italien war, dann jedenfalls nicht in dem behaupteten Zeitraum. Also kann die "Karte" auch nicht María von Kastilien zeigen. Zum Vulkanausbruch habe ich auch in der von Cheshire angegebenen Literatur nichts gefunden, was María irgendwie involvieren würde, Ward (1974) und Wilson (1810) nennen beide für den 5. Februar einen Vulanausbruch auf den liparischen Inseln, mehr aber auch nicht. El Quijote (Diskussion) 02:32, 17. Mai 2019 (CEST)
Die geschichtlichen Fakten sind relativ uninteressant. Wenn ein Russe schreibt, dass Stalin 1945 Berlin erobert hat, kommen nur wenige auf den Gedanken zu überprüfen, ob Stalin 1945 wirklich in Berlin war. Die Bilder können falsch gemalt sein. Die Beschreibungen des Autors könnten alle falsch sein. Wie wenn ein Reichsbürger heute die Bundesrepublik Deutschland beschreibt und man zum Schluß kommt, die Beschreibung ist falsch, also kann weder die Sprache, noch der Code stimmen. Mir scheint der Schluß einer unidentifizierten Sprache/Dialekt naheliegender, als der Gedanke jemand wendet einen selbstenwickelten Code über mehrere Jahre in nur einem einzigen Buch an, das nach Interpretation der Bilder keinerlei Geheimnisse sondern eher den Stand des Wissens beschreiben soll. Gerard Cheshire Einlassungen zur der damaligen Zeit und der Identifizierung des Autors bzw. der Autorin, sind eher als Versuch zu werten, die verwendete Sprache zu identifizieren. Was naheliegend ist, denn Gerard Cheshire ist ja nicht der Einzige, der eine noch nicht identifizierte Sprache in dem Text vermutet. Ohne die Sprache zu kennen sind alle Entschlüsselungsversuche sinnlos. als wenn jemand glauben würde, diese unsere Kommentare, wären in Wirklichkeit verschlüsselte Botschaften an Außerirdische. Ich erinnere an den Navajo Code der US-Armee.--Adama55 (Diskussion) 10:28, 18. Mai 2019 (CEST)
Die Behauptung Cheshires ist, dass die HS anlässlich einer Rettungsaktion Marías von Kastilien, die auf Ischia residiert habe, angefertigt wurde und von dieser berichtet. Wenn es diese Rettungsaktion nicht gab, weil María zum fraglichen Zeitpunkt 1000 km entfernt in Spanien und sowieso nie in Italien war, ist das schon ziemlich relevant. Zumal Cheshire nicht nur historisch unhaltbare Behauptungen tätigt sondern auch lingusitisch unhaltbare Behauptungen in die Welt setzt. --El Quijote (Diskussion) 11:41, 18. Mai 2019 (CEST)

Ich sehe keinen Grund, den Entzifferungsversuch prominent in der Einleitung zu erwähnen, zumal angesichts der recht skeptischen Berichte (e.g. [1], [2] und [3]). Dementsprechend habe ich die Erwähnung entfernt und bitte, es dabei zu belassen, bis sich ein Konsens etabliert hat und einige sich aufdrängende Fragen zumindest vorläufig beantwortet sind. Solche Fragen wären zum Beispiel:

  1. Gibt es ein "Proto-Romanisch"?
  2. Warum sollte jemand für ein zu ganz normalem Gebrauch gedachtes Werk ein komplett neues Schriftssystem erfinden? Im 15. Jahrhundert?
  3. Warum legte Cheshire keine komplette Transkription des Textes vor?

Etc. -- Wolfgang Rieger (Diskussion) 11:18, 16. Mai 2019 (CEST)

Natürlich gibt es Proto-Romanisch. Je nachdem wie man das definiert, das Vulgärlatein oder eine Gruppe auf den vulgärlateinischen Dialekten aufbauender Sprachen. Zum fraglichen Zeitpunkt der Abfassung des Voynich-Manuskripts waren die romanischen Sprachen aber schon ausgebaut. Cheshire entlarvt sich somit als Scharlatan. Zumal - nach Cheshire - spanische Worte neben rumänischen Worten vorkommen, die allerdings wiederum slawische Lehnworte sind. El Quijote (Diskussion) 01:13, 17. Mai 2019 (CEST)
Der grundsätzlichen Meinung von Wolfgang Rieger und Winof, dass die Interpretation von Cheshire zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht als die definitive Entzifferung des Manuskripts angesehen werden kann, möchte ich mich anschließen und hatte die Einleitung auch schon entsprechend umformuliert. Das wurde wieder rückgängig gemacht und ich ändere es jetzt nochmal. Gruß --Furfur Diskussion 11:51, 16. Mai 2019 (CEST)

@Stauffen: Es ist nicht allein Deine Entscheidung, was eine wichtige Entwicklung ist. Du kannst nicht hier gegen den Tenor der Diskussion und gegen die Richtung der Presseberichterstattung Deine Privatmeinung durchsetzen wollen. Also setze Deinen EW nicht fort. Übrigens schrieb Fagin Davis: "His work has never received true peer review, and its publication in this particular journal is no sign of peer confidence." Auf der Peer-Review würde ich also erstmal nicht rumreiten. -- Wolfgang Rieger (Diskussion) 15:03, 16. Mai 2019 (CEST)

<nach BK>Ich führe keinen EW. Bitte Text von Cheshire nicht richtig gelesen - es handelt sich nicht um ein "neues" Schriftsystem, sondern Zeichen die in ähnlicher Form auch in einem zweiten Manuskript verwendet wurden, und zwar vor einer Standardisierung in die später üblichen Schreibform. Ich weise nochmals daraufhin, dass es um einen akademischen Beitrag handelt, der einer blinden peer review unterlag (wieso aufeinmal soll es keine gegeben haben, wenn alle Presse dies bestätigt und der Autor selber auch) und damit somal qualitativ über den anderen jüngeren Interpretationsversuchen lagen, die in toto auch keine konsistente Storyline zu der bedeutung und der Geschichte liefern konnte; dass hier die Sichtweise in der Diskussion mit kritikern sich weiter entwickeln wird, liegt auf der Hand - die von Cheshire vorgelegte Deutung legt die Latte aber recht hoch und neue Deutungen müssen zumindestens die vorgelegte Sicht von Cheshire widerlegen; bis auf eine schlagende, akademische Widerlegung (die über eine epidermische Reaktion von konkurrierenden "Experten", die diese Lösung nicht haben kommen sehen), kann das also erstmal in die Einleitung --Stauffen (Diskussion) 15:08, 16. Mai 2019 (CEST)
Ich verstehe nicht, was an der Einleitung stört - es ist nicht als tatsache dargestellt, sondern als mögliche Deutung - diese ist ausreichend bedeutend, trotz aller Kritik (bisher Überwiegend von einer Expertin in Form eines Tweets), dass sie bis zu einer ausgearbeiteten akademischen Widerlegung in der Einleitung gut ihren Platz findet; ansonsten bitte 3M--Stauffen (Diskussion) 15:15, 16. Mai 2019 (CEST)
Die 3M hast Du bereits (s.o.) und ignorierst sie fröhlich. -- Wolfgang Rieger (Diskussion) 15:26, 16. Mai 2019 (CEST)
@Wolfgang Rieger:das ist keine formelle 3M von Unbeteiligten - aber ich kann mit jetziger Form leben (auch wenn die Referenzierung mit Evening Express abenteuerlich ist und vielleicht die ganze Sache in ein schräges Licht stellen soll (auch NZZ, Guardian und andere seriöse Zeitungen haben darüber berichtet))--Stauffen (Diskussion) 15:37, 16. Mai 2019 (CEST)
Ich schließe mich dem skeptischen Ansatz Wolfgang Riegers an (deshalb habe ich die Verlinkung auf der Hauptseite vorhin auch entfernt). Die momentane Version scheint ja konsensfähig zu sein – was uns Gelegenheit gibt, die Diskussion in der Fachwelt abzuwarten. Beste Grüße, --Frank Schulenburg (Diskussion) 15:44, 16. Mai 2019 (CEST)
Ursprung der vielen Nachrichten in diversen Zeitungen ist eine Pressemitteilung der Universität von Bristol. Die Universität von Bristol hat diese Pressemitteilung inzwischen durch die folgende Seite ersetzt: http://www.bristol.ac.uk/news/2019/may/voynich-manuscript.html. In Anbetracht der zahlreichen kritischen Stimmen sollte der Absatz bezüglich Cheshire deutlich gekürzt werden. Siehe: https://ciphermysteries.com/2017/11/10/gerard-cheshire-vulgar-latin-siren-call-polyglot https://voynichportal.com/2019/05/16/cheshire-reprised/ https://arstechnica.com/science/2019/05/no-someone-hasnt-cracked-the-code-of-the-mysterious-voynich-manuscript/ etc. Kadmos (Diskussion) 21:42, 16. Mai 2019 (CEST)

Ich glaube, der entsprechende Artikel-Abschnitt kann ganz schnell wieder entsorgt werden. Wenn sich schon die eigene Uni so von dem Forscher distanziert, sagt das schon einiges --88.78.7.44 23:22, 16. Mai 2019 (CEST)

Wenn das wirklich so ein Luftballon ist, aus dem nach Prüfung der Fakten die Luft raus ist, sollte man es maximal in einem Format in der länge von Artjunow et al. unterbringen oder ganz rauswerfen. --Minérve aka Elendur 21:41, 18. Mai 2019 (CEST)

Es war nie Luft drin. Siehe auch die folgende DPA-Meldung https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/forscher-will-voynich-manuskript-entschluesselt-haben-16195252.html oder diesen Review https://herculeaf.wordpress.com/2019/05/18/cheshire-and-his-proto-romance-voynich-solution/ oder diese Twitternachricht https://twitter.com/DrClaireH/status/1130013774004539392. Der Spiegel macht bereits Witze darüber: https://www.spiegel.de/plus/voynich-manuskript-achtung-spoiler-kolumne-a-00000000-0002-0001-0000-000163955813 und dies obwohl sie die Ursprungsnachricht einen Tag zuvor noch unkritisch übernommen hatten: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/voynich-code-forscher-will-historisches-raetsel-geloest-haben-a-1267694.html Kadmos (Diskussion) 14:50, 19. Mai 2019 (CEST)

„therapeutisches Badekuren“[Quelltext bearbeiten]

sieht aus wie ein Grammatikfehler, aber auf den zweiten Blick könnte es vielleicht Absicht sein (substantiviertes Verb, „kuren“ gibt es jedenfalls als Verb). Kann das jemand prüfen (und vielleicht zu „Badekur“ verlinken)? --46.93.89.207 19:25, 15. Mai 2019 (CEST)

im Text von Cheshire: therapeutic bathing, hier als „therapeutisches Badekuren“, wenige Sätze weiter wird von spa lifestyle gesprochen (was highly regarded as a form of physical cleansing and spiritual communion,[...]) - bessere Übersetzung jederzeit erwünscht...--Stauffen (Diskussion) 23:30, 15. Mai 2019 (CEST)
Heilbad dementsprechend Heilbaden böten sich m.E. als bekannte und eingeführte Worte für die Übersetzung an. Gruß Finanzer (Diskussion) 12:38, 16. Mai 2019 (CEST)

"Gebrauch von Mehrfachvolkalen"[Quelltext bearbeiten]

Wenn man in den zitierten Artikel von Cheshire schaut, fällt auf, dass mit Diphtong nicht nur Mehrfachvokale gemeint sind. Das erste Bild in der Einleitung beispielsweise zeigt den Diphtong "ta". --165.225.72.216 09:37, 16. Mai 2019 (CEST)

Schon die falsche Verwendung von "Diphthong" durch Cheshire sollte alle Alarmglocken schrillen lassen. Der Autor scheint übrigens Biologe zu sein, nicht Romanist, wie derzeit im (deutschen) Artikel vermerkt. Auch die Selbstbeweihräucherung ("ingenuity and lateral thinking") deutet eher auf einen Profilneurotiker als auf einen ernstzunehmenden Wissenschaftler hin.--139.191.190.4 16:01, 16. Mai 2019 (CEST)


Hofhaltung Marías von Kastilien auf Ischia[Quelltext bearbeiten]

Laut Cheshire habe María von Kastilien auf Ischia Hof gehalten, das übernimmt der Artikel unkritisch. Eigentlich aber war María die Statthalterin ihres Mannes in Aragón und es ist stark zu bewzeifeln, dass sie 1444 auf Ischia, wenn denn überhaupt jemals in Italien war. El Quijote (Diskussion) 01:36, 17. Mai 2019 (CEST)

Von María sind Briefe datiert auf den 29. Januar 1444 in Valencia und auf den 13. Februar 1444, ebenfalls in Valencia. In der Zwischenzeit soll sie in Italien - nach Cheshire - eine Rettungsmission geleitet haben. Wer's glaubt.... El Quijote (Diskussion) 02:16, 17. Mai 2019 (CEST)

Zumindest auf Ischia gab es auch 1444 keinen Vulkanausbruch, der letzte war 1301, Eurogeopark Ischia.--Claude J (Diskussion) 08:20, 17. Mai 2019 (CEST)

Am 5. Februar 1444 gab es einen Vulkanausbruch auf der liparischen Insel Vulcano. El Quijote (Diskussion) 08:34, 17. Mai 2019 (CEST)
Dann sollte das wohl im Artikel korrigiert werden, da steht nämlich Ischia.--Claude J (Diskussion) 08:39, 17. Mai 2019 (CEST)
Ich müsste noch mal bei Cheshire schauen, ob der tatsächlich behauptet, der Vulkanausbruch sei auf Ischia gewesen. Eigentlich ist seine Behauptung ja, dass María dort residiert habe. Die allerdings hat meines Wissens das Königreich Aragón-Katalonien nie verlassen, war also wahrscheinlich nie in Italien. Ganz sicher jedoch nicht zum behaupteten Zeitpunkt. El Quijote (Diskussion) 08:47, 17. Mai 2019 (CEST)
Nein, das ist der Fehler des Wiki-Autoren, Cheshire selbst schreibt von Vulcanello, einem Teil der liparischen Insel Vulcano. Immerhin da kann man ihm keinen Fehler nachweisen. El Quijote (Diskussion) 08:49, 17. Mai 2019 (CEST)
"Zum fraglichen Zeitpunkt befand sich María tatsächlich allerdings in Valencia." die Aussage ist bisher unbelegt --der_rausch (Diskussion) 11:19, 17. Mai 2019 (CEST)
Ich habe den Beleg nachgereicht, meine aber, dass es eigentlich nicht meine Aufgabe ist, zu belegen, dass Cheshire Unsinn schreibt, sondern Cheshires Aufgabe, ordentlich zu recherchieren. --El Quijote (Diskussion) 12:10, 17. Mai 2019 (CEST)
Cheshire hat überhaupt keine Belege für die Verbindung zu Maria von Kastilien, alles frei zusammenfantasiert über seine Interpretation einiger Abbildung der Handschrift, die ihn an einen Vulkanausbruch erinnern. Aus der Radiocarbondatierung der Handschrift hat er sich einen passenden Vulkanausbruch auf einer Insel rausgesucht und begab sich dann auf die Suche nach einer "Königin", die irgendwie damit in Verbindung stehen könnte. Unnötig zu sagen dass seine "Übersetzung" auch keine Hinweise liefert. Über diesen Unsinn zu diskutieren ist reine Zeitverschwendung. Möglicherweise ist das Ganze auch ein Hoax.--Claude J (Diskussion) 17:57, 17. Mai 2019 (CEST)