Dissoziation

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Dissoziation (v. lat. disassociare „trennen, scheiden“) bezeichnet folgende Vorgänge:

  • Dissoziation (Chemie), in der Chemie den angeregten oder selbständig ablaufenden Zerfall eines Moleküls (Salzes) in seine Bestandteile (Ionen)
  • Dissoziation (Philosophie) bezeichnet das Heraustreten eines Individuums aus seiner subjektiven Betrachtungssicht in eine objektive „Vogelperspektive“, in der das subjektive Ich zum Teil eines Kontinuums wird
  • Dissoziation (Psychologie), in der Psychologie der teilweise oder völlige Verlust der normalen Integration von Erinnerungen an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der unmittelbaren Empfindungen sowie der Kontrolle von Körperbewegungen
  • Dissoziation (Neuropsychologie), in der Neuropsychologie die Trennung von neuronalen Prozessen
  • Dissoziation (Soziologie), in der Soziologie die Trennung bestimmter Werte und Normen der beteiligten Gruppierungen bzw. Schichten
  • Dissoziation (Auge), in der Augenheilkunde die unterschiedlich starke Trennung der beiden Bildeindrücke des rechten und linken Auges
  • Dissoziation (Entwicklungstheorie), in der entwicklungs-politischen Diskussion verfochtene Forderung nach einer Herauslösung von Entwicklungsländern aus dem Weltmarkt mit dem Ziel, eine eigenständige und lebensfähige Ökonomie und Gesellschaft aufzubauen, die sich auf eigene Ressourcen und die eigenen Bedürfnisse des betreffenden Entwicklungslandes stützt

Siehe auch:

 Wiktionary: Dissoziation – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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