Distanzstrich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vertikale Distanzstriche eines Nivelliergerätes

Distanzstriche, auch Distanzfäden oder Reichenbach’sche Distanzfäden, sind ein Paar paralleler von der Mitte gleichabständiger Striche auf der Strichplatte von Zielfernrohren von Vermessungsinstrumenten und Schusswaffen. Sie werden zur Ermittlung der Entfernung eines Gegenstandes benutzt. Aus dem metrischen Abstand, z. B. abgelesen an einer Nivellierlatte, kann die Entfernung durch einfache Rechnung ermittelt werden. Meist sind die Distanzfäden in einem Abstand angebracht, bei dem die Entfernung durch Multiplikation des abgelesenen Abstandes mit dem Faktor 100 ermittelt wird.

Im Bild beträgt der abgelesene Abstand auf der Nivellierlatte mit Dezimeterteilung:

(15 dm − 13,45 dm) · 100 = 1,55  dm · 100 = 155 dm = 15,5 m.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Deumlich: Instrumentenkunde der Vermessungstechnik. 7. überarbeitete Auflage. VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1980.