Dojran

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Ein Fischerboot auf dem Dojransee
Der Dojransee

Dojran (albanisch Dojrani, bulgarisch Дойран, griechisch Δοϊράνη, mazedonisch Дојран, türkisch Doyran) ist der Name einer historischen Stadt am Westufer des gleichnamigen Dojransees im Süden der geographischen Region Makedonien. Ein größerer Teil der ursprünglichen Siedlung befindet sich auf griechischem, der Rest auf mazedonischem Territorium.

Heute tragen diesen Namen eine mazedonische Gemeinde und eine griechische Gemeinde, sowie drei Dörfer Star Dojran ("Alt-Dojran") und Nov Dojran ("Neu-Dojran"), mit insgesamt 3.426 Einwohnern in der Republik Mazedonien und das Dorf Doirani in Nordgriechenland.[1]

Die nächstgelegene größere Stadt auf mazedonischer Seite ist Strumica, etwa 45 km nördlich gelegen. Die Hauptstadt Mazedoniens Skopje ist etwa 170 km entfernt.

Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mazedonische Gemeinde Dojran umfasst die folgenden 13 Ortschaften:[1]

  • Čaušli
  • Crničani
  • Durutli
  • Džumabos
  • Furka
  • Gjopčeli
  • Kurtamzali
  • Nikolić
  • Nov Dojran
  • Organdžali
  • Sevendekli
  • Sretenovo
  • Star Dojran

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Dojran wurde im 5. Jahrhundert durch den griechischen Historiker Herodot bekannt. Er schrieb Geschichten über die alten Thraco-Illyrischen Menschen, die die erste Siedlung von Menschen im Gebiet der Stadt errichteten. Herodot stellte fest, dass sich die erste Bevölkerungsgruppe über den Dojransee ansiedelte. Die Wirtschaft von Dojran ist immer in erster Linie von der Fischerei abhängig gewesen. Mittlerweile werden die Fische auch ins Ausland exportiert.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hammām ist ein großes, türkisches Bad, das sich im oberen Teil der Stadt befindet und früher als Wohnung der türkischen Immigranten genutzt wurde. Die Kirche des St. Ilija wurde im Jahre 1874 im nördlichen Teil der Stadt gebaut. Basierend auf Resten von Bildern in den Wänden der Kirche nimmt man an, dass die Kirchwände ursprünglich mit Freskomalerei bedeckt waren. Zudem finden sich viele Ausgrabungen, darunter Marmorteller mit griechischen Inschriften, Reste von Wänden, Münzen und Grabstätten mit Grabinschriften.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b http://www.edusoft.com.mk/prasalnik/mls/opstina.asp?id=58

Koordinaten: 41° 11′ N, 22° 43′ O