Dreifachtonneume

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Dreifachtonneumen bestehen aus drei Einzeltonneumen beziehungsweise aus einer Einzeltonneume und einer Doppeltonneume des Gregorianischen Chorals, die auf beliebiger gleicher oder unterschiedlicher Tonhöhe stehen, und stellen eine Form von Gruppenneumen dar. Bei der Kombination von Gruppenneumen wird von Mehrgruppenneumen gesprochen.

Von den Dreifachtonneumen hat allein der Salicus im Gleichklang, bei dem zwei Töne auf gleicher Tonhöhe von einem höheren Ton gefolgt werden, keinen eigenen Namen.

Die wichtigsten Dreifachtonneumen sind im Folgenden in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt und stellen wegen der variablen Intervalle in Bezug auf die Tonhöhe der einzelnen Töne in der Quadratnotation nur Beispiele dar:

Bezeichnung Quadratnotation Notation St. Gallen / Einsiedeln Anmerkungen[1]
Climacus Climacus.png Climacus.Handschrift.png Drei Töne, schnelle Bewegung nach unten mit Endartikulation
Salicus im Gleichklang Salicus.Gleichklang.png Salicus.Gleichklang.Handschrift.png Drei schnelle Töne tief-gleich-hoch
Porrectus Porrectus.png Porrectus.Handschrift.png Drei schnelle Töne hoch-tief-hoch oder hoch-tief-gleich
Pressus Trigon 2.gif Pressus.Handschrift.gif Tonwiederholung, zeigt an, dass der folgende Ton tiefer ist
Salicus Salicus.gif Salicus.Handschrift.gif Drei Töne, schnelle Bewegung nach oben
Scandicus Scandicus.gif Scandicus.Handschrift.gif Drei Töne, schnelle Bewegung nach oben
Torculus Torculus.png Torculus.Handschrift.png Drei schnelle Töne in der Folge tief-hoch-tief mit Endartikulation
Trigon Trigon 2.gif Trigon.Handschrift.gif Drei Töne in schneller Folge hoch-gleich-tief
Tristropha Trivirga.gif Tristropha.Handschrift.gif breit wiederholte Töne
Trivirga Trivirga.gif Trivirga.1.png Trivirga.Handschrift.png breit wiederholte Töne

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernhard K. Gröbler: Einführung in den Gregorianischen Choral. 2. Aufl. Jena 2005, ISBN 978-3-938203-09-5.