Dreigurtbrücke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 50° 48′ 4″ N, 6° 28′ 2,5″ O

Dreigurtbrücke
643 213 Dreigurtbrücke.JPG
Dreigurtbrücke mit einem Talent-Triebwagen der Euregiobahn
Überführt

Schnellfahrstrecke Köln–Aachen

Unterführt

Rur, Rurufer-Radweg

Ort Düren
Unterhalten durch DB Netz
Gesamtlänge 78 m
Konstruktionshöhe 14,80 m
Baubeginn 1928
Fertigstellung 1929
Eröffnung 3. August 1930
Planer Robert Tils
Lage
Dreigurtbrücke (Nordrhein-Westfalen)
Dreigurtbrücke

Die Dreigurtbrücke ist eine unter Denkmalschutz stehende Eisenbahnbrücke über die Rur in Düren, Nordrhein-Westfalen. Auf ihr überquert die Schnellfahrstrecke Köln–Aachen den Fluss. Die zweigleisige Brücke ist eine dreigurtige, genietete Stahlfachwerkbrücke von 78 Metern Spannweite und 14,80 Metern Höhe. Der Abstand zwischen den beiden Untergurten beträgt 13,50 Meter.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreigurtbrücke von unten

Die Brücke wurde zwischen 1928 und 1929 nach Plänen von Reichsbahnoberrat Robert Tils aus Stahlfachwerk als erste Dreigurtbrücke der Welt errichtet und am 3. August 1930 in Betrieb genommen. Sie ersetzte eine ältere massive Steinbogenbrücke, die noch aus der Bauzeit der 1841 eröffneten Eisenbahnstrecke Köln–Aachen stammte, und deren Reste noch heute sichtbar sind. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die Dreigurtbrücke zerstört und lag in der Rur.[1] Sie konnte aber nach dem Krieg instand gesetzt werden.

Die Dreigurtbrücke steht seit 1989 unter Denkmalschutz, sie ist unter Nr. 1/072 in die Denkmalliste der Stadt Düren eingetragen.[2] In der Presse wurde 2014 bekannt gegeben, dass die Brücke baufällig und eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich möglich ist. Der Dreigurtbrücke droht der Abriss.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dehio-Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Nordrhein-Westfalen I: Rheinland. Deutscher Kunstverlag, München 2005, S. 276.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreigurtbrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichtswerkstatt Düren
  2. Herbert Pawliczek, Heike Kussinger-Stankovic: Denkmälerverzeichnis der Stadt Düren 1993. In: Dürener Geschichtsblätter (ISSN 0416-4180), Nr. 82 (1993)
  3. Brückenabrisse: Auf die Region rollen Probleme zu. auf aachener-zeitung.de, abgerufen am 7. Juni 2014.