Dresdner Pappe

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Raddampfschiff, um 1880
Tandemfahrer, um 1910

Als Dresdner Pappe bezeichnet man kleine Figuren oder Schmuckelemente aus feinem geprägtem Karton. Seit etwa 1870 wurde die Dresdner Pappe produziert, hatte ihre Blütezeit um 1880 und war bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr beliebt. Ihren Namen verdankt sie dem Herstellungsgebiet, dem Raum um Dresden.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Karton wurde durch zwei- oder dreidimensionale Formen gepresst, in eine bestimmte Form geprägt sowie gestanzt. Fügte man mehrere Teile zusammen, entstanden hohle und leichte Gegenstände mit einem äußerst plastischen Aussehen. Durch kaschierten Karton mit Metallfolie erhielt der Dresdner Schmuck einen Glanzeffekt. Dadurch sahen die filigranen dreidimensionalen Produkte auf den ersten Blick denen aus Metall täuschend ähnlich. Die Dresdner Pappe fand ihre Verwendung als Zierrat, Scherzartikel, Spielzeug und besonders als Christbaumschmuck. Die Formenvielfalt kannte keine Grenzen, sie reichte von Tieren, Pflanzen, Häusern, Musikinstrumenten, bis hin zu Reitern, Tandemfahrern oder Dampfschiffen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elke Gottschalk: Papierantiquitäten. Luxuspapier von 1820 bis 1920, Augsburg: Battenberg 1996, S. 162 ff.
  • Manfred Klauda: Die Geschichte des Weihnachtsbaumes (Begleitheft zur Sonderausstellung), ZAM, München, 1993, S. 33

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dresdner Pappe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien