Dschāmi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Dschami)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dschāmi als Greis; identifiziert auf einer Behzād zugeschriebenen Miniatur von 1494.[1][2]

Nur od-Din Abd or-Raḥmān Dschāmi (persisch نورالدین عبدالرحمن جامی, DMG Nūr od-Dīn 'Abd or-Raḥmān Ǧāmī; und mit Titel Maulānā; geb. 18. August 1414 in Chardscherd im Gebiet von Torbat-e Dschām in Chorasan,[3][4][5] gest. 19. November 1492 in Herat) war ein persischer Mystiker und Dichter. Als Sufi gehörte er der Naqschbandi-Tariqa an, die zu jener Zeit in Zentralasien eine politisch und kulturell wichtige Rolle spielte. Seine Ehrennamen Nureddin (Licht des Glaubens) und Imadeddin (Säule des Glaubens), sein Beiname Sinde Fil (mächtiger Elefant [des Wissens])[6] und sein metaphorischer Name Machdumuschschuara (Herr der Dichter)[7] spiegeln die Wertschätzung in seiner Zeit. In einigen Gedichten bezeichnete er sich selbst als Pīr-i Herāt (Der Alte von Herat).[8][9]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Kindheit in Chardscherd und Dschām[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dschāmis Familie stammte väterlicherseits aus Dascht, einer kleinen Stadt in der Nachbarschaft Isfahans,[3] nach der Dschāmi seinen ersten Tachallus Daschti wählte, bevor er sich wie sein Vater nach dem zwischen Herat und Maschhad liegenden Torbat-e Dschām, dem Ort seiner Kindheit, Dschāmi nannte. Sein Geburtsort Chardscherd, aus dem seine Mutter stammte, spielte für ihn keine besondere Rolle. Sein Vater, Nizām al-Dīn Ahmad b. Schams al-Dīn Muhammad, war schon als junger Mann Richter und Mufti in Torbat-e Dschām. Er war Dschāmis erster Persisch- und Arabischlehrer.[4]

Wissenschaftliche Ausbildung in Herat und Samarkand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als etwa Zehnjähriger siedelte Dschāmi mit seiner Familie nach Herat über, wo er zunächst Unterricht in Theologie, arabischer Grammatik und Literatur erhielt. Hier profilierte er sich innerhalb weniger Jahre als brillanter und etwas arroganter Student und junger Wissenschaftler.[4]

Eine unglückliche Liebe ließ ihn als jungen Mann aus Herat fliehen, und er setzte sein Studium in Samarkand, dem Wissenschaftszentrum Chorasans, fort. Schließlich galt der mit einem hervorragenden Gedächtnis und einem trefflichen Intellekt Ausgestattete auf allen damals gelehrten Wissensgebieten als beschlagen.[4]

Hinwendung zum Sufismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sufi-Tanz (Samā), Miniatur von Behzād (etwa 1490). Die zentrale Gestalt im Hintergrund wurde als Dschāmi identifiziert. in der Gestalt links daneben mit Stock wird Mir ʿAli Schir Nawāʾi vermutet.[10]

Doch seine wissenschaftliche Karriere gab er auf, betrat den Pfad eines Sufis, und wurde in die Herater Naqschbandīya aufgenommen. Rasch erreichte er unter der Betreuung durch den Scheich des Ordens, Saʿd-al-Din Kāschghari, einen hohen Grad an Vollkommenheit und wurde von diesem am Herater Hof eingeführt. Nach Kāschgharis Tod im Jahr 1456 wurde er von Chwādscha ʿObayd-Allāh Ahrār unterwiesen. Diese beiden Sufis scheinen ihn in seiner Spiritualität und Schaffenskraft am meisten beeinflusst zu haben. Angeregt durch seine Verbindung mit Ahrār begann Dschāmi sein erstes größeres Werk, das erste Buch von Selselat al-ḏahab und verfasste auf Arabisch Naqd al-noṣuṣ fi šarḥ naqš al-foṣuṣ, einen Kommentar zu Ibn ʿArabīs Werken.

Dschāmi selbst sah im Rückblick seinen Weg zum Sufismus als vorherbestimmt an. Chwādscha Mohammad Pārsā, einer der ersten Jünger des Ordensgründers Mohammad Bahāʾ-al-Dīn Naqschband, habe ihn als Kind 1419 in Herat gesegnet. Das habe ihn unlösbar mit der Naqschbandīya verbunden.[11][4]

Dschāmis Rolle in Herat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Porträt des Sultans Ḥoseyn Mirzā Bāygharā, Kopie nach Behzād von etwa 1490

1452 widmete Dschāmi sein frühestes, erhalten gebliebenes Werk, Ḥelya-ye ḥolal, dem timuridischen Herrscher Abu’l-Qāsem Bābor. Die Verbindung zum Hof blieb auch erhalten, als 1457 Abu Saʿid b. Moḥamma an die Macht kam. Ihm widmete Dschāmi 1463 den ersten Teil seines Divans. In den Folgejahren war Dschāmi nicht nur der geistige Führer und Scheich der Herater Naqschbandīya, sondern er spielte auch als Lehrer und Berater des Hofes besonders mit der Übernahme der Herrschaft durch den Timuriden Sultan Ḥoseyn Mirzā Bāygharā eine wichtige Rolle. Zusammen mit Ḥoseyn Mirzā Bāygharā und dessen Minister Mir ʿAli Schir Nawāʾi bestimmte er die religiöse, geistige, künstlerische und politische Ausrichtung des Herater Herrschaftsbereiches.[4][11]

Pilgerreise nach Mekka und durch den Nahen Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1472 machte sich Dschāmi, von Sultan Ḥoseyn Mirzā Bāygharā ausgerüstet und mit Empfehlungsschreiben versehen, auf die Pilgerreise nach Mekka. Seine Herater Angelegenheiten überließ er Mir ʿAli Schir Nawāʾi. Sein Weg führte ihn über Nischapur, Semnān und Qazvin zunächst nach Hamadan, dessen Herrscher Schah Manutschehr er den mystischen Traktat Lavā'ih (لوائح ‚Lichtblitze‘) widmete. Schließlich gelangte er nach Bagdad, wo er sechs Monate verweilte. Er besuchte den Imam-Husain-Schrein in Kerbala und den Schrein von ʿAlī ibn Abī Tālib in Nadschaf. Im Mai 1473 verrichtete er in Mekka die Riten des Haddsch und begann seine Rückreise über Damaskus und Aleppo. Hier erreichte ihn die Botschaft von der Einladung des osmanischen Sultans, Mehmeds II., der ihn bewegen wollte, zu ihm an den Hof nach Istanbul zu kommen. Dschāmi entschied sich dagegen und vermied es, die damit verbundenen, wertvollen Geschenke anzunehmen,[12] und wandte sich nach Täbris. Auch dem dortigen Herrscher, dem Aq Qoyunlu Uzun Hasan verweigerte er sich, reiste weiter und kam im Januar 1474 nach Herat zurück. Seine Reise stärkte sein Ansehen und ermöglichte es ihm, ein politisches und wissenschaftliches Netzwerk innerhalb der persischsprachigen Welt zu errichten.[4]

Alter und Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dschāmis Neffe Maulana Abdullah Hātifi, porträtiert von Behzād;[13] seinen Rang als anerkannter Dichter bestätigte Dschāmi.[14] Er lebte als Sufi in Dschāmis Geburtsort Chardscherd. Sein Grab ist auf demselben Friedhof wie das Dschāmis.[15]

Nach seiner Rückkunft aus Mekka festigte sich Dschāmi Rolle bei Hofe, als Mir ʿAli Schir Nawāʾi unter seiner Anleitung der Herater Naqschbandīya beitrat. Weiterhin gehörte er dem Triumvirat an, das die Geschicke Chorasans bestimmte. Dennoch lebte Dschāmi einfach und bescheiden etwas außerhalb Herats. Er heiratete die Enkelin seines schon verstorbenen ersten Scheichs Saʿd-al-Din Kāschghari und hatte mit ihr vier Kinder, von denen nur sein 1477 geborener Sohn Żiyāʾ-al-Din Yusof das Kindesalter überlebte. Wahrscheinlich für dessen Erziehung schrieb er die Anekdotensammlung Bahāristān und Al-Fawāʾed al-żiyāʾiya, einen Traktat zur arabischen Grammatik.[4] Immer mehr wurde er von Altersbescherden geplagt, die er im Prolog zu Salamān und Absal beklagte.[16][17][18] Ab 1480 hatte er seine produktivste Phase als Dichter und Wissenschaftler. Zwei Jahre nach dem Tod seines geistigen Führers Chwādscha ʿObayd-Allāh Ahrār verstarb er nach kurzer Krankheit am 9. November 1492.[4] Sultan Ḥoseyn Mirzā Bāygharā trug die Kosten seiner Beerdigung. Mir ʿAli Schir Nawāʾi verfasste eine Trauerrede, die von einer Kanzel herab im Beisein der Sultans, der Scheiche und Mollahs sowie einer Menge Volks verlesen wurde.[19]

Dschāmis bescheidenes Grab in Herat wird bis heute von Muslimen aus aller Welt besucht. Es liegt in einem Friedhof am nördlichen Stadtrand, wo sich auch die Gräber seines Bruders Mawlāna Moḥammad, seines Neffen und Schülers Maulana Abdullah Hātefi und seines Schülers Mawlānā ʿAbd-al-Ḡafur Lāri sowie die Gräber Saʿd-al-Din Kāschgharis und Kamāl-al-Din Ḥosayn Wāʿeẓ Kāschefis befinden.[20][21]

Poetisches Selbstbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

مــولدم جــام و رشــــحــهٔ قـلـمـم جرعهٔ جام شیخ الاسلامی است  لاجـــرم در جـــریـــدهٔ اشـــعــار به دو معنی تخلصم جامی است

mauledam ǧām-o rašḥe-ye qalamam / ǧorʿe-ye ǧām-e šeyḫo 'l-eslāmī-st
lāǧaram dar ǧarīde-ye ašʿār / be do maʿnā taḫalloṣam ǧāmī-st [22]

Ich ward gezeugt im Kelch, doch meine Feder schreibt nur Tropfen aus dem Kelch des Einen.
Deshalb, auf meiner Dichtung Seiten such' ich, Kelchler nur im Namen, beides zu vereinen.[23]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration zu Vater und Sohn in Dschāmis Haft Aurang

Dschāmis Œuvre entstand im Laufe von nahezu fünfzig Jahren. Er hinterließ persisch und arabisch verfasste Werke über verschiedenste Themen, darunter Gedichtsammlungen, Geschichten, Erläuterungen zu Werken anderer bekannter Sufis, philosophische und philologische Traktate und sogar ein Buch über Rätsel, die in der damaligen persischsprachigen Welt sehr beliebt waren.

Insgesamt wurden etwa 80 Werke bekannt. Eine genaue Zahl zu ermitteln ist schwierig, da nicht alle Schriften überlebt haben und manche unter verschiedenen Titeln tradiert wurden.[4]

Literarische Werke

  • Nafahāt al-uns (Hauche der Vertrautheit): Biographie der wichtigsten islamischen Heiligen
  • Lavā'ih (Lichtblitze): Ein bekannter Traktat zur Mystik
  • Bahāristān (Der Frühlingsgarten): Anekdoten in Vers und Prosa, nach Saadis Rosengarten.
  • Divān-e sigāna (Der dreifache Diwan): Sammlung von Gedichten aus Dschāmis Jugend, Erwachsenenzeit und Alter
  • Haft Aurang (Sieben Throne), ein siebenteiliger, zwischen 1468 und 1485 entstandener Epenzyklus[24], der zum Teil auf den Fünf Epen des Nizāmī aufbaut:
    • Silsilat az-zahab (Die Kette von Gold): moralische Anekdoten
    • Subhat ul-abrār (Der Rosenkranz der Frommen): weitere Anekdoten, nach Nizāmis Schatzkammer der Geheimnisse
    • Salamān und Absal: Tragische Liebesgeschichte eines Prinzen und seiner Amme.
    • Tuhfat ul-ahrār (Das Geschenk der Freien)
    • Yūsuf und Zulaikha: Die koranische (und biblische) Liebesgeschichte von Josef, dem Sohn des Patriarchen Jakob, und der Frau des Potifar. Dieses Epos wurde besonders berühmt. In der Tradition der islamischen Mystik erscheint hier Josef als die göttliche Schönheit in Person und Zulaikha als wahre Liebende, die ihre Vernunftehe loswerden muss.
    • Lailā und Madschnūn: Die unglückliche Liebe zweier Araber, deren Stämme verfeindet sind, nach Nizāmi. Dschāmi deutet die Geschichte jedoch eindeutig als Allegorie der Liebe der Seele zu Gott
    • Kheradnāma-yi Iskandarī (Das Buch von der Vernunft Alexanders), nach Nizāmis Alexanderbuch.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dschāmis Werke, die sich nahezu alle auf zu seiner Zeit bekannte Werke anerkannter älterer, als klassisch empfundener Autoren beziehen und damit vertraut wirken konnten, fanden schon zu seinen Lebzeiten weite Verbreitung in der persisch- und im Fall einiger Traktate in der arabischsprachigen Welt. Als Kopien gelangten sie in oft aufwändig gestalteten, mit Miniaturen versehenen Übersetzungen und Kopien ins Osmanische Reich und ins Reich der Mogulen und machten dort Schule.[4]

Mit der Machtübernahme durch die Safawiden und deren Propagierung des staatlich geförderten Schiismus verlor sich das Interesse an sufitisch ausgerichteter Literatur, und damit schwand Dschāmis Renommee. Im 16. Jahrhundert wandten sich die persischen, Dschāmi ablösenden Dichter der realistischen Schule (maktab-e woquʿ) vom sufitischen Symbolismus ab und einem neuen Stil (schiva-ye tāza) zu.[4]

Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann in der persischen Dichtung eine neo-klassizistische Periode, in der Dschāmis Ansehen wieder stieg.[25] Dschāmi wurde damals sogar als „Siegel der Dichter“ (arabisch خاتم الشعراء, DMG Ḫātamu'š-su‘ārā’) und als der letzte wahrhaft große Meister der persischen Dichtung bezeichnet.[4]

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • XVI Century Miniatures Illustrating Manuscript Copies of the Works of Jami from the USSR Collections. Moskwa (Moskau)
  • Salman and Absal of Abd-al-Rahman Jami. Academy of Sciences and the Writer's Association. Tajik SSR 1977

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vinzenz Edler von Rosenzweig: Biographische Notizen über Mewlana Abdurrahman Dschami nebst Übersetzungsproben aus seinen Diwanen. Wien : Mechitaristen, 1840. [26]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Barry: Figurative Art in Medieval Islam and the Riddle of Bihzâd of Herât (1465–1535). Paris : Flammarion, 2004, S. 166 f.
  2. Die weiße Hand gehört zur neben Dschāmi stehenden Person.
  3. a b Cl. Huart u. H. Massé: D̲j̲āmī. In: Encyclopaedia of Islam, Second Edition. Edited by: P. Bearman, Th. Bianquis, C.E. Bosworth, E. van Donzel, W.P. Heinrichs. Online, abgerufen am 2. Dezember 2016.
  4. a b c d e f g h i j k l m Paul Losensky: JĀMI i. Life and Works. In: Encyclopaedia Iranica online. Abgerufen am 6. Dezember 2016.
  5. Chardscherd liegt in der heutigen, iranischen Provinz Razavi-Chorasan.
  6. Sinde Fil ist eine Schreibweise von Žandapīl (kolossaler oder mächtiger Elefant), dem Tachallus des AḤMAD-E JĀM, mit dem Dschāmi dadurch verglichen wird.
  7. Dem entspricht die im späten 18. Jahrhundert gewählte Bezeichnung Chatamuschschuara’ (arabisch خاتم الشعراء, DMG Ḫātamu'š-su‘ārā’, „Siegel der Dichter“). Ein Ehrentitel, der sich am Ehrentitel des Propheten Mohammed Ḫātamu'l-anbīyā’ („Siegel der Propheten“) orientiert: Hinweis auf seine Rolle als Vollender der klassischen persischen Dichtkunst. Siehe Paul Losensky: JĀMI i. Life and Works. In: Encyclopaedia Iranica online.
  8. Pīr kann eine Altersangabe (Alter = Greis) sein, aber Dschāmi könnte auch darauf anspielen, dass er im Alter in Herat das Amt eines Pīr (eines Ältesten = Ordensvorstehers = Scheichs) eingenommen hat. Vinzenz Edler von Rosenzweig (1840) dazu: „Wiewohl Dschami von Mewlana Saadeddin Kiasch gar die Befugniss erhalten hatte als Scheich aufzutreten und zu lehren, so wollte er doch das ihm lästige Amt eines solchen Ordensvorstehers nicht ausüben und keine Jünger aufnehmen, so sehr er übrigens talentvolle Leute zu schätzen und an sich zu ziehen wusste. [...] Erst am Abende seiner Tage verstand er sich zur Aufnahme von Jüngern.“ Siehe hierzu Annemarie Schimmel.
  9. Zu den Ehrennamen siehe: Vinzenz Edler von Rosenzweig: Biographische Notizen über Mewlana Abdurrahman Dschami nebst Übersetzungsproben aus seinen Diwanen. Wien : Mechitaristen, 1840, S. 14 des E-Books.
  10. Ebadollah Bahari: Bihzad. Master of Persian Painting. London [u.a.] : Tauris, 1996. S. 94 f.
  11. a b Hamid Algar: JĀMI ii. And Sufism. In: Encyclopaedia Iranica online. Abgerufen am 6. Dezember 2016.
  12. Vinzenz Edler von Rosenzweig: Biographische Notizen über Mewlana Abdurrahman Dschami nebst Übersetzungsproben aus seinen Diwanen. Wien : Mechitaristen, 1840, S. 36 des E-Books.
  13. Ebadollah Bahari: Bihzad. Master of Persian Painting. London [u.a.] : Tauris, 1996. S. 197.
  14. Vinzenz Edler von Rosenzweig: Biographische Notizen über Mewlana Abdurrahman Dschami nebst Übersetzungsproben aus seinen Diwanen. Wien : Mechitaristen, 1840, S. 44 f des E-Books.
  15. Hamid Algar: Kāšḡari, Saʿd-al-Din. In: Encyclopaedia Iranica online. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
  16. Dschāmis Klage auf Persisch. Abgerufen am 9. Dezember 2016.
  17. Dschāmis Klage in englischer Übersetzung. Abgerufen am 9. Dezember 2016.
  18. Dschāmis Klage enthält den ersten schriftlichen Hinwweis auf den – in diesem Fall ergebnislosen – Gebrauch einer Brille („Fränkisches Glas“) in Persien.
  19. Vinzenz Edler von Rosenzweig: Vorbericht zu Joseph und Suleïcha; historisch-romantisches Gedichts aus dem Persischen des Mewlana Abdurrahman Dschami. Wien 1824.
  20. Hamid Algar: Kāšḡari, Saʿd-al-Din. In: Encyclopaedia Iranica online. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
  21. Maria E. Subtelny: Kāšefi, Kamāl-al-Din Ḥosayn Wāʿeẓ. In: Encyclopaedia Iranica online. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
  22. Transkription nach DMG
  23. Wörtliche Übersetzung:
    Mein Geburtsort ist Dschām, und aus meiner Feder rinnen Tropfen aus dem Kelch des einen Meisters des Islam.
    Deshalb hat in den Bücherblättern der Gedichte mein Dichtername Dschāmī zweierlei Bedeutung.
    Dschāmī spielt auf den Begriff Dschām (جام) an, der zwei Bedeutungen hat:
    1. sein Geburtsort Dschām, nach dem er benannt ist;
    2. der Dschām (Kelch) des Dschamschīd (pers. جام جم Dschām-e Dscham), ein Topos der frühen iranischen Mystik, der etwa dem Heiligen Gral entspricht und möglicherweise als Vorbild zu dessen Legendenbildung bei den ursprünglich manichäischen Katharern beigetragen hat. Er ist gefüllt mit dem Lebenselixier und hat die Form eines Kristalls, welches das Universum in seinen Existenzformen spiegelt. Einst wurde er von König Salomo dem mythischen persischen Urkönig Dschamschīd übergeben; und wer ihn besitzt, bleibt unsterblich. Der Dichter Hafis erwähnt ihn ebenfalls in seinen Ghaselen, unter anderen im Ṣūfīnāme.
    Neben der Interpretation des šeyḫo 'l-eslāmī-st als „des einen Meisters des Islam“ (= Gott) bestehen auch noch zwei weitere Interpretationen:
    • šeyḫo 'l-eslāmī-st meint Scheich Ahmad Dschām (geb. 1048; gest. 1141 in Torbat-e Dschām), Dschāmis literarisches Vorbild
    • šeyḫo 'l-eslāmī-st meint nach Vinzenz Edler von Rosenzweig (1840) Dschāmis Vater Scheich al-Islam Nizām al-Dīn Ahmad b. Schams al-Dīn Muhammad Dschāmi, der sich schon vor seinem Sohn den Tachallus Dschāmi zugelegt hat und Dschāmis erster, prägender Lehrer gewesen ist.
  24. Stuart Cary Welch: Persische Buchmalerei aus fünf königlichen Handschriften des sechzehnten Jahrhunderts. Prestel-Verlag, München 1976, 2. Aufl. 1978 (ISBN 3-7913-0388-0), S. 98–137; S. 98
  25. William L. Hanaway, Jr.: BĀZGAŠT-E ADABĪ. “literary return,” a movement for a return to writing poetry in the Ḵorāsānī and ʿErāqī styles, which began in the mid-18th century and continued into the 20th century. In: Encyclopaedia Iranca online. Abgerufen am 14. Dezember 2014.
  26. Download E-book 2,47 MB, abgerufen am 2. Dezember 2016.