Eisenstern

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In der Astronomie ist ein Eisenstern ein hypothetischer, kompakter Stern, welcher im Universum in der extrem fernen Zukunft nach etwa 101500 Jahren auftreten könnte.

Aufgrund von kalter Fusion durch den Tunneleffekt von Quanten werden nach extrem langen Zeiträumen alle leichten Kerne normaler Materie zu Eisen-56 Kernen. Kernfusion und Alpha-Partikel-Emission werden dann alle schwereren Teilchen zu Eisen zerfallen lassen. Dies führt dazu, dass sogar Objekte von stellarer Masse zu kalten Sphären aus Eisen werden.[1][2]

Die Entstehung solcher Sterne wird jedoch nur unter der Voraussetzung, dass es keinen Protonenzerfall gibt, stattfinden.

Obwohl die Oberflächen von Neutronensternen aus Eisen bestehen, stellen diese keine Eisensterne dar.

Als noch die Steady-State-Theorie in der Astrophysik vorherrschend war, ging man davon aus, dass auch die Milchstraße Eisensterne enthalten würde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dyson, Freeman: Time without end: Physics and biology in an open universe. S. 447–460.
  2. Time without end: Physics and biology in an open universe, Author Freeman J. Dyson, in: Rev. Mod. Phys. 51, 447 – Published 1 July 1979