Electus

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Als Electi (lat. Erwählte, Auserwählte) wurden im Manichäismus Personen bezeichnet, die sich durch eine streng asketische Lebensweise dem manichäischen Kultus in besonderer Weise widmeten.[1][2]

Die Electi unterlagen dem Verbot jeglicher Sexualität und fast jeder Arbeit sowie Speise- und Fastenvorschriften.[3] Sie beteten, beichteten und unterwiesen die als Hörer (Auditores) oder Katechumenen bezeichneten einfachen Gläubigen, die die Auserwählten mit ihren Almosen unterstützten.

In der Lehre Manis gelangt nach dem Tod nur die „Lichtseele“ der streng asketisch lebenden Electi direkt in das Reich des Lichts. Die Seelen der Katechumenen werden wiedergeboren und müssen solange zurück in die „finstere Welt“, bis auch ihre Lichtseele irgendwann befreit ist.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manichäịsmus wissen.de, abgerufen am 18. Juli 2019
  2. Berthold Seewald: Mani und Manichäer: Die „perfekte“ Religion entsagte Sex und Drogen Die Welt, 14. April 2016
  3. Martin Scheidegger: Die manichäische Gemeinschaft Manichäismus, S. 4 ff. Abgerufen am 18. Juli 2019.
  4. Susanne Fritz: Manichäismus: Apostel des Lichts Deutschlandfunk, 23. August 2016