Elginerpeton

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Elginerpeton
Lebendrekonstruktion von Elginerpeton pancheni

Lebendrekonstruktion von Elginerpeton pancheni

Zeitliches Auftreten
Oberdevon
375 Mio. Jahre
Systematik
Chordatiere (Chordata)
Wirbeltiere (Vertebrata)
Kiefermäuler (Gnathostomata)
Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Elginerpetontidae
Elginerpeton
Wissenschaftlicher Name
Elginerpeton
Ahlberg, 1995
Arten
  • Elginerpeton pancheni

Elginerpeton ist eine Gattung amphibienähnlicher, vierfüßiger Stegocephalia, welche im Oberdevon vor ca. 375 Mio. Jahren in Scat Craig, auf dem Gebiet des heutigen Schottland lebte. Typusart ist E. pancheni. Die Gattung wurde im Jahr 1995 durch Per Erik Ahlberg erstbeschrieben. Die russische und lettische Gattung Obruchevichthys und Elginerpeton stellen die ältesten bekannten „Stammtetrapoden“ dar.

Elginerpeton ist durch fragmentarisch erhaltene Hüften und Schultern, ein Schienbein, einen Oberschenkelknochen und mehrere Kieferfragmente fossil überliefert. Das Holotyp-Exemplar ist ein rund 10 Zentimeter langes Unterkieferfragment. Die Länge des rekonstruierten Unterkiefers wird auf 40 Zentimeter geschätzt.[1] Die Zuordnung der postkranialen Skelettelemente erfolgte ausschließlich auf Basis der vergleichbaren Größe. Ein Fossilbeleg, der die Zugehörigkeit zu den Kieferfragmenten bestätigt liegt jedoch nicht vor. Auf Basis aller zugeordneten Skelettelemente wird für Elginerpeton eine Gesamtlänge von mindestens 1,5 Metern vermutet.[2] Die Gattung Elginerpeton wurde zusammen mit Obruchevichthys in die Familie Elginerpetonidae eingeordnet.[1]

Bei biomechanischen Analysen der Kiefer verschiedener Stegocephalia stellte sich heraus, dass Elginerpeton über eine unter seinen Verwandten sehr hohe Bisskraft verfügte, übertroffen wurde sie nur von Crassigyrinus und Megalocephalus. Des Weiteren hatte das Tier dünne Kiefer, welche von den Kiefern aller in der Studie verwendeten Stegocephalia am anfälligsten für hohe Belastungen waren. Diese könnten jedoch von der starken Formgebung der Knochen verringert worden sein. Diese beiden Merkmale deuten darauf hin, dass es sich bei Elginerpeton um einen Räuber handelte, welcher schnelle, kleine Beutetiere jagte und diese mit schnellen, kraftvollen Bissen erlegte.[3]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b P. E. Ahlberg: Elginerpeton pancheni and the earliest tetrapod clade. In: Nature, Band 373, Nummer 6513, 1995, S. 420–425.
  2. P. E. Ahlberg: Postcranial stem tetrapod remains from the Devonian of Scat Craig, Morayshire, Scotland. In: Zoological Journal of the Linnean Society, Band 122, Nummer 1–2, 1998, S. 99–41, doi:10.1111/j.1096-3642.1998.tb02526.x.
  3. James M. Neenan, Marcello Ruta, Jennifer A. Clack, Emily J. Rayfield: Feeding biomechanics in Acanthostega and across the fish–tetrapod transition. In: Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences, Band 281, Nummer 1781, 2014, Artikel 20132689, doi:10.1098/rspb.2013.2689.