Entschleunigter Journalismus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Entschleunigter Journalismus bezeichnet eine Form des Journalismus, die der zunehmenden Geschwindigkeit des Nachrichtenjournalismus eine Entschleunigung entgegenstellt.

Ziel ist der konsequente Verzicht auf Eilmeldungen und das Bestreben, der Sieger im Rennen um die erste Meldung einer Nachricht zu sein, zugunsten von der Bereitstellung von Kontext und Analyse.[1]

Ein Manifest des entschleunigten Journalismus stammt von Peter Laufer (2011).[2] Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten über entschleunigten Journalismus gehört Le Masuriers Übersichtsarbeit (2015), von der ausgehend, der Begriff eine weite Rezeption in der wissenschaftlichen Literatur erfahren hat.[3] Jüngst befasste sich Rauch (2018) umfassend mit entschleunigten Medien, darunter auch dem Phänomen des entschleunigten Journalismus.[4]

Zu den bekanntesten Zeitschriften des entschleunigten Journalismus gehören Delayed Gratification (Vereinigten Königreich), ProPublica (Vereinigte Staaten), XXI (Frankreich) und Zetland (Dänemark).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcus Theurer: „Die langsamsten Journalisten der Welt“, FAZ, 4. Dezember 2018.
  2. Peter Laufer: Slow News: A Manifesto for the Critical News Consumer. 2011. ISBN 978-0-87071-734-5
  3. Megan Le Masurier: „What is Slow Journalism?“, Journalism Practice, 9 (2) 2015: 138–152. doi:10.1080/17512786.2014.916471
  4. Rauch: Slow Media: Why Slow is Satisfying, Sustainable, and Smart. 2018. ISBN 9780190641795