Epic (Anforderungsmanagement)

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Unter einem Epic versteht man im Kontext des Anforderungsmanagements die Beschreibung einer Anforderung an eine neue Software auf einer hohen Abstraktionsebene. Die Beschreibung der Anforderung geschieht dabei in der Alltagssprache (analog zu User Stories).

Bei der sogenannten Story Decomposition wird ein Epic in mehrere User Stories zerlegt, mit dem Ziel einer besseren Detaillierung. Durch dieses Verfahren findet eine Transformation vom Groben zu einer niedrigeren Abstraktionsebene mit mehr Details und Informationen statt, damit eine Umsetzung durch das Entwicklungs-Team erfolgen kann. Hierbei kommen zur Beschreibung der Anwendungsfälle neben Alltagssprache auch Visualisierungen, z. B. durch UML-Diagramme, zum Einsatz.

Der Begriff "Epic" wird vor allem im Umfeld der agilen Softwareentwicklung bzw. des agilen Requirements Engineering verwendet. Epics dienen dabei zur Entwicklung eines Product Backlogs im Rahmen von Scrum. Sie geben dem Autor die Möglichkeit, zunächst eine aggregierte, grobgranulare Sicht auf neue Produktanforderungen zu entwickeln, ohne auf die Details einer Anforderung eingehen zu müssen. Epics können insofern nicht direkt in Software-Coding umgesetzt werden, sondern bedürfen der Detaillierung, die unter Scrum in der Vorbereitung eines Sprint-Planungsmeetings geschieht. Das Epic steht dabei in Kontrast zur User Story, die eine Anforderung feingranular beschreibt und eine Detaillierung des Epics auf eine in Software-Code umsetzbare Granularitätsstufe darstellt.

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