Ernst Mutschler

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Ernst Mutschler (* 24. Mai 1931 in Isny im Allgäu) ist ein deutscher Emeritus für Pharmakologie. Er war Direktor des Pharmakologischen Instituts für Naturwissenschaftler der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mutschler studierte zunächst Pharmazie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1955 wurde er Mitglied der Corps Isaria und Rhenania Tübingen.[1] An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz promovierte er 1959 mit einer Arbeit zur Analytik von Pilzinhaltsstoffen zum Doktor der Naturwissenschaften.[2] Ebenfalls in Mainz folgte 1964 die Habilitation, Thema seiner Habilitationsschrift waren die Chemie und die Pharmakologie der Alkaloide Damascenin und Arecolin.[3] Während seiner Tätigkeit als Privatdozent in Mainz nahm er das Studium der Medizin auf. 1966 erlangte er den Grad eines Doktors der Medizin.[4]

Bekannt wurde Mutschler vor allem als Herausgeber und Mitherausgeber von zwei populären Lehrbüchern in den Bereichen Pharmakologie sowie Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Menschen. Beide Bücher, insbesondere das als „der Mutschler“ bekannte Buch Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie, gelten als Standardwerke. Darüber hinaus ist er Autor und Koautor von mehr als 600 wissenschaftlichen Publikationen in den Bereichen Pharmakodynamik, Pharmakokinetik und Analytik von Arzneistoffen. Sein besonderes Forschungsinteresse galt der Synthese selektiver Agonisten und Antagonisten für Subtypen des Muscarin-Rezeptors.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Mutschler, Gerd Geisslinger, Heyo K. Kroemer, Sabine Menzel, Peter Ruth: Mutschler Arzneimittelwirkungen. Pharmakologie − Klinische Pharmakologie − Toxikologie. 10. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2012, ISBN 3-80-472898-7
  • Peter Vaupel, Hans-Georg Schaible, Ernst Mutschler: Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Menschen, 7. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2015. ISBN 978-3804729797

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1996, 82, 1317; 133, 1143
  2. Naturwissenschaftliche Dissertation: Beiträge zur Analytik von Pilzinhaltsstoffen am Beispiel von Sclerotinia minor Jagger und anderer Eumyceten.
  3. Habilitationsschrift: Zur Chemie und Pharmakologie der Alkaloide Damascenin und Arecolin.
  4. Medizinische Dissertation: Über die Synthese und Herzwirksamkeit einfacher Bisguanylhydrazone.
  5. Staatsanzeiger Hessen StAnz. 13/1990 S. 542
  6. Høst-Madsen-Medaille
  7. EuropAcad → Ernst Mutschler