Esaias Reusner

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Esaias Reusner

Esaias Reusner (* 29. April 1636, Löwenberg, Fürstentum Schweidnitz; † 1. Mai 1679 in Berlin) war ein deutscher Lautenist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Reusner erhielt Musikunterricht durch seinen gleichnamigen Vater, der als Lautenist am Bernstädter Hof des Herzogs Heinrich Wenzel beschäftigt war.[1] Eine Verwandtschaft wird vermutet mit der Familie von Nikolaus bzw. Elias Reusner.[2]

Esaias Reusner stand ab 1665 im Dienst des Brieger Herzogs Georg III. und nach dessen Tod 1664 des Herzogs Christian, der 1672 verstarb. Danach wirkte er für kurze Zeit als Lehrer für Laute an der Universität Leipzig, bevor er 1674 zum Kammerlautisten des Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm in Berlin ernannt wurde.

Er galt als einer der besten Lautenvirtuosen seiner Zeit und war einer der ersten bedeutenden Meister der Lautensuite in Deutschland.

Werke[Bearbeiten]

  • Delitiae Testudinis Oder Erfreuliche Lautenlust, Breslau 1668
  • Musikalische Taffel-erlustigung, Brieg 1668
  • Musicalische Gesellschaftsergetzung, 1670
  • Hundert geistliche Melodien evangelischer Lieder Berlin 1676
  • diverse Lautensuiten, Orchestersuiten

Literatur[Bearbeiten]

  • Historische Kommission für Schlesien (Hrsg.): Geschichte Schlesiens, Bd. 2: Die Habsburgerzeit 1526–1740, Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-6342-3, S. 204f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Claude Chauvel: Beiheft zur Aufnahme Europäische Lautenmusik 2 - Esaias Reusner (1636-1679), CD veröffentlicht am 14. Oktober 2002, DHM #05472778502
  2. Michael Treder: Esaias Reusner der Ältere - Esaias Reusner der Jüngere, PDF-Datei, S. 5, abgerufen am 25. Dezember 2015.