eurotopics

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eurotopics (eigene Schreibweise: euro|topics) ist eine europäische Presseschau, die von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) herausgegeben wird. Die Online-Plattform bietet einen Überblick über die Debatten, die in Europas Medien geführt werden.

Ziel der Presseschau ist es, die Vielfalt der Meinungen in Europa widerzuspiegeln und Brücken in andere Medienwelten zu schlagen. Debatten sollen aus ihren nationalen Zusammenhängen herausgeholt und der Diskurs über Länder- und Sprachgrenzen hinweg gefördert werden.

Für die Presseschau beobachten Korrespondentinnen und Korrespondenten die Print- und Onlinemedien aller EU-Länder, Russlands, der Schweiz, der Türkei und der Ukraine und übersetzen Zitate aus Meinungsbeiträgen des gesamten politischen Spektrums.

Die Presseschau erscheint von Montag bis Freitag in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch und Russisch. Das kostenlose Angebot erscheint online und als E-Mail-Newsletter.

Eine Datenbank bietet Informationen zu mehr als 500 Print- und Onlinemedien aus über 30 Ländern mit Angaben über das politische Profil, den Herausgeber oder Verlag und die Auflagenzahlen. Sie enthält zudem eine ausführliche Beschreibung der Medienlandschaften in Europa.

Im Jahr 2009 war euro|topics in der Kategorie Information für den Grimme Online Award nominiert.

Seit Mai 2008 produziert das Journalisten-Netzwerk n-ost (Berlin) das euro|topics-Angebot. Von Ende 2005 bis April 2008 wurde die Presseschau von der Perlentaucher Medien GmbH (Berlin) in Zusammenarbeit mit Courrier International (Paris) erstellt.

Konflikt um die Arbeit von Perlentaucher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2007 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Artikel von Olaf Sundermeyer, einem ehemaligen freien Mitarbeiter von euro|topics. Sundermeyer kritisiert darin die Arbeit von Perlentaucher.[1] Im Oktober 2007 schrieb der bpb-Präsident Thomas Krüger das Projekt neu aus. Die Ausschreibung gewann im Mai 2008 das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung (n-ost), ein auf Osteuropa spezialisiertes internationales Journalisten- und Mediennetzwerk, dem auch Olaf Sundermeyer angehört.[2] FAZ-Mitherausgeber Werner D’Inka, Beiratsmitglied von n-ost,[3] versicherte, von der Bewerbung nur „beiläufig in meiner Funktion als Beirat“ erfahren und erst danach mit Sundermeyer Kontakt aufgenommen zu haben.[4][5] Als Beirat ist D’Inka nicht in die laufenden Geschäfte von n-ost eingebunden, sondern lediglich beratend tätig. Perlentaucher antwortete unterdessen mit zwei Artikeln auf die von Sundermeyer erhobenen Vorwürfe.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Internet. Die Gedanken der anderen“, FAZ, 29. Juni 2007
  2. Porträt Olaf Sundermeyer bei n-ost (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.n-ost.org
  3. Liste der Beiratsmitglieder bei n-ost (Memento des Originals vom 12. Juni 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.n-ost.org
  4. Daland Segler: Kulturmagazin: Eine Perle weniger. In: fr-online.de. (fr-online.de [abgerufen am 28. November 2016]).
  5. Perlentaucher verliert seinen größten Auftrag. (tagesspiegel.de [abgerufen am 28. November 2016]).
  6. Anja Seeliger: „Olaf Sundermeyers FAZ-Artikel gegen den Perlentaucher: Einige Richtigstellungen“, Perlentaucher, 10. Juli 2007; Thierry Chervel: „Die Perlentaucher-Affäre – oder die FAZ als Waffe“, Perlentaucher, 10. Juli 2007