Euzoius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Euzoius (* um 300; † 378 in Konstantinopel) war ein arianischer Bischof in Antiochia (361–378), Gefährte und engster Freund von Arius.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war einer von elf Presbytern und Diakonen der Antiochischen Schule, die Alexander von Alexandria 320 v. Chr. zusammen mit Arius abgesetzt hatte.[1] Später am Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurde er mit Arius verurteilt und verbannt.

Als Arius 5 Jahre später aus der Verbannung zurückgerufen und zur Seite Kaisers Konstantin I. gerufen wurde, wurde er von Euzoius begleitet, der zu dieser Zeit bereits Priester war. Beide erlangten das Vertrauen des Kaisers und übermittelten ihm einen Brief mit einer gemeinsamen Glaubenserklärung.[2][3] Im Jahr 335 begleitete er Arius zur Synode von Tyros, bei der Athanasius auf Betreiben der eusebischen Bischöfe abgesetzt und nach Trier verbannt wurde.[4]

361 wurde Euzoius zum Bischof von Antiochia geweiht, nachdem Constantius II. Meletius seines Amtes enthoben und verbannt wurde.

Einige Monate später rief Constantius, der inzwischen von einem tödlichen Fieber befallen war, den neuernannten Bischof Euzoius am 3. November 361 an sein Bett und ließ sich von ihm taufen. Ob dies in Antiochia oder Mopsuestia in Kilikien war, ist nicht geklärt.[5][6] Während der Regierungszeit des Valens wurde Euzoius von Eudoxius beauftragt, eine Synode in Antiochia einzuberufen. Der Beschluss einer Rehabilitation des Athanasius wurde abgelehnt und Aetius konnte sich letztendlich einer Verurteilung entziehen.[7] Nach dem Tod von Athanasius im Jahr 373 wurde Euzoius auf eigenen Wunsch von Valens mit Magnus, dem kaiserlichen Schatzmeister, entsandt, um den Arianer Lucius von Samosata anstelle von Petrus, einem Schüler des Athanasius, dem ordnungsgemäß gewählten Bischof von Alexandria, einzusetzen.[8] Der Tod von Euzoius wird von Sokrates auf 378 in Konstantinopel gelegt.[9]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hanns Christof Brennecke u. a.(Hrsg.): Athanasius Werke: Dokumente zur Geschichte des Arianischen Streites. Bis zur Ekthesis Makrostichos, Band 3, Teil 3. de Gruyter, Berlin 2007

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Socrates Historia ecclesiastica i. 6; 15; http://www.documentacatholicaomnia.eu/30_20_0380-0440-_Socrates_Scholasticus.html
  2. „Socrates Historia ecclesiastica“ i. 25, 26; ii. 27
  3. „Brief des Arius an Eusebius von Nikomedien“ (Urkunde 30), www.athanasius.theologie.uni-erlangen.de
  4. Franz Dünzl: Kleine Geschichte des trinitarischen Dogmas in der Alten Kirche. Verlag Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 2006, S. 75f. ISBN 3-451-28946-6.
  5. „Athan.“ Ib. 907; Philost. Historia ecclesiastica vi. 5
  6. Codex Theodosianus 16,10,15
  7. „Sozomenos, Kirchengeschichte - Historia ecclesiastica“ c. 364 ib. Vii. 5
  8. „Das Primat der römischen Päpste: Viertes Jahrhundert“ I. Ausgb. 2; Seite 251
  9. „Socrates Historia ecclesiastica“ IV. 21; Theod. IV. 21, 22