Fédération Internationale de Philatélie

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Die Fédération Internationale de Philatélie (FIP) ist der Weltverband der nationalen Philatelisten-Verbände.

Geschichte und Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband wurde am 18. Juni 1926 durch sieben europäische Philatelistenverbände (Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Niederlande, Schweiz und Tschechoslowakei) gegründet. Der Verband wird geleitet durch den Vorstand mit einem Präsidenten und einem Vize-Präsidenten. Die FIP ist in der Rechtsform eines Vereins schweizerischen Rechts organisiert und hat seinen Sitz in Zürich.[1] Der FIP-Kongress wird jedes Jahr auf einer von der FIP geförderten internationalen Briefmarkenausstellungen abgehalten. 2014 waren 87 Landesverbände Mitglied, dazu die drei Kontinentalverbande FEPA (Europa), FIAP (Amerika), FIAF (Asien).

Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willy Bigwood (1872-1929), Belgien von 1926-1929
  • Georg Vincent van der Schooren (1876-1931), Niederlande von 1929-1931
  • Pierre-Jean Maingay (1877-1941), Belgien von 1931-1941
  • Emile Friederich (1877-1956), Schweiz von 1946-1955
  • Lucien Berthelot (1903-1985), Frankreich von 1955–1972
  • Léon Pütz (1971–1978)
  • Ladislav Dvořaček (1980-)
  • D. Jatiya (1990-)
  • Knud Mohr (1998-2002)
  • Ko Seou Chuan (2002-)
  • Joseph Wolff (-2010)
  • Tay Peng Hian (2010-)

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vorrangigen Ziele des Verbandes sind:

  • Förderung des Briefmarkensammeln und der Philatelie
  • Aufrechterhaltung freundschaftliche Beziehungen und der Freundschaft unter den Völkern
  • Aufbau enger Verbindung zum philatelistischen Handel und staatlicher Postverwaltungen
  • Förderung philatelistischer Ausstellungen (durch Schirmherrschaft oder Federführung)

Kommissionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 11 Fachbereiche (Kommissionen genannt) werden durch je einen Kommissar geleitet:[2]

  1. Aerophilatelie
  2. Astrophilatelie
  3. Fälschungsbekämpfung
  4. Maximaphilie
  5. Philatelistische Literatur
  6. Postgeschichte
  7. Ganzsachen
  8. Thematische Philatelie
  9. Klassische Philatelie
  10. Stempelmarken
  11. Jugendphilatelie

Die ehemalige Kommission für philatelieschädigende Ausgaben wurde aufgelöst.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pütz, Léon: F.I.P. : Ursprung und Werdegang des Internationalen Verbandes der Philatelie (Fédération Internationale de Philatélie). F.I.P., Luxemburg 1984, 244 S. - OCLC: 680174293

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag der «Fédération Internationale de Philatélie FIP» im Handelsregister des Kantons Zürich
  2. FIP Kommissionen, abgerufen am 27. September 2010
  3. Maassen, Wolfgang. In: philatelie - Das Sammlermagazin des Bundes Deutscher Philatelisten, 2010, Nr. 400, S. 85