Fein- und Raugewicht

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Als Feingewicht (auch Nettogewicht) bezeichnet man die Masse des in einer Legierung enthaltenen Edelmetalls, vor allem bei Münzen oder Schmuck. Sie wird in einem üblichen Massemaß, zum Beispiel Gramm, angegeben.

Die Gesamtmasse einschließlich der nicht edelmetallischen Anteile (häufig Kupfer) heißt Raugewicht (auch Bruttogewicht oder Schrot). Die ältere Schreibweise ist Rauhgewicht - von Rohgewicht abgeleitet.

Das Verhältnis von Fein- zu Raugewicht nennt man Feingehalt (auch Korn).

Bei Münzen war früher allein das Feingewicht des verwendeten Silbers oder Goldes ausschlaggebend für den Wert von Kurantstücken. Fein- und Raugewicht wurden durch den Münzfuß bestimmt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luschin von Ebengreuth: Grundriß der Münzkunde. B. G. Teubner, Leipzig und Berlin 1918 (= Aus Natur und Geisteswelt. Band 91), S. 11.
  • Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon. Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 383 (Feingewicht) und 395 (Rauhgewicht).