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Felsenbad Pottenstein

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Felsenbad Pottenstein: Blick vom Eingang auf die Felsenkulisse

Das Felsenbad Pottenstein in Pottenstein in der Fränkischen Schweiz ist ein 1926 eröffnetes Freibad und galt bereits in seiner ursprünglichen Form als eine der schönsten Freibadeanlagen Deutschlands.

Geschichte und Beschreibung

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Felsenbad im Jahr 1942
Luftbild von 1942
Blick von oben auf den Naturbadeteich

Die Anlage wurde 1924 von dem Münchener Architekten Hermann Buchert als Kurbad geplant. Errichtet wurde sie unter Bauherrschaft der Gesellschaft Kurbad Pottenstein. Gesellschafter waren die Stadtgemeinde Pottenstein, der Bergbauingenieur Hans Brand und Eugen Müller, Chemiker und Fabrikant aus Bayreuth. 1925 kam es zu einem vorübergehenden Baustopp wegen Geldmangels, im Jahr darauf konnte das für 500 Badegäste ausgelegte Jugendstilbad eröffnet werden. Eine eigene Quelle speist bis heute die Wasserbecken mit klarem Wasser.[1]

Bei seiner Eröffnung an Pfingsten 1926 verfügte das in eine bizarre Felskulisse eingepasste[2] Bad über ein 1300 Quadratmeter großes Schwimmbecken und eine Sprunganlage mit vier, sieben und zehn Metern, die in den 70 Meter hohen Finkenstein gebaut wurde.

In den folgenden Jahrzehnten kamen Besucher sogar aus Nürnberg und Umgebung, darunter Prominente wie die Schauspieler Johannes Heesters (1940) und Günter Strack (1958). Seit Ende der 1950er Jahre ist das Felsenbad im Besitz der Stadt Pottenstein. Die hielt es mit wenigen Mitteln instand, was mit fortschreitendem Verfall immer aufwendiger wurde. Zudem kamen in der Region beheizte Freibäder auf, und durch Eingemeindungen mussten die verfügbaren Gelder für dringendere Infrastrukturmaßnahmen genutzt werden.[1]

Eine Sanierung des schwer beschädigten Bades in den 1970er Jahren scheiterte an den hohen Kosten. Das Kurhaus in Pottenstein erhielt 1972 ein Hallenbad, das bis 1995 zum Erlebnisbad Juramar erweitert wurde. Im Jahr 1987 kam das vorläufige Aus für das Felsenbad, bis es nach einer Restaurierungsphase zu Pfingsten 2001 wieder eröffnet wurde. Beim Umbau wurde das Betonbecken durch einen Naturbadeteich ersetzt. Die Reinigung des Wassers erfolgt in einem bepflanzten Filterbecken, das mit Filtersubstrat gefüllt ist. Das gereinigte Wasser am Grund des Beckens wird über ein Drainagerohr zurück in das Badebecken gepumpt. Mit dieser natürlichen Methode kann auf den Einsatz von Chemikalien verzichtet werden.

Das Bad liegt ca. 500 Meter außerhalb Pottensteins gegenüber dem Schöngrundsee, der Sommerrodelbahn und der Teufelshöhle.

Aus dem Jugendstil-Freibad vor der Felsenkulisse ist ein (unbeheiztes) Naturschwimmbad mit Seebühne, Biergarten und Café-Terrasse geworden.

Commons: Felsenbad Pottenstein – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Eine Perle der Fränkischen mit tragfähiger Zukunft in: Nordbayerischer Kurier vom 3. August 2026, S. 15.
  2. ↑ Martin Droschke: Frankens schönstes Freibad liegt zweifelsfrei am Ausgang von Pottenstein, der verwunschenen Perle der Fränkischen Schweiz. In: Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr. Emons Verlag, Köln 2023, ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt 19. Juli.

Koordinaten: 49° 45′ 43″ N, 11° 24′ 52,4″ O