Flechtband

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Viollet-le-Duc:Ornamente der Schule von Toulouse

Das Flechtband oder Flechtwerk ist ein ornamentales Zierelement.

Gebildet wird es aus regelmäßig verschlungenen, bandartigen Linien oder Streifen. Anwendung findet das Ornament sowohl auf Objekten der Kleinkunst, auf Keramiken, als Bauornament und in der Buchmalerei. Neben dem streifenförmigen Flechtornament finden sich auch flächendeckende Flechtornamente in Form von Matten oder Gittern.

Ornamente aus Flechtwerk und Knoten sind geographisch über den größten Teil des Abendlandes verbreitet. Zeugnisse sind erhalten aus frühen Kulturen seit der Bronzezeit, der keltischen Kunst, den Verbreitungsgebieten der hellenistisch-römischen Kultur, den islamisch-maurischen Kulturen. Eine Hochblüte erlebte das Flechtornament im frühen Mittelalter und in der Buchmalerei bis in die Renaissance.

Beispiele

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Flechtwerk. In: Claudia List, Wilhelm Blum: Sachwörterbuch zur Kunst des Mittelalters. Zürich 1996, ISBN 3-7630-2332-1, S. 120.
  • Gerhard Walche: Beiträge zur Bandgeflechtornamentik in Schottland (= Veröffentlichung der Abteilung Architektur des Kunsthistorischen Instituts der Universität zu Köln. Nr. 10). Köln 1976.
  • Waldtraut Schrickel: Zur frühgeschichtlichen Tier- und Bandornamentik. Bd. I: Gemeinsamkeiten und Unterschiede im fränkischen und alamannischen Gebiet. Mainz 1979, ISBN 978-3-8053-0374-3.
  • Rudolf Kutzli: Langobardische Kunst. Die Sprache der Flechtbänder. Stuttgart 1981, ISBN 978-3-87838-177-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Knoten und Flechtbänder – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien