Flusssieder

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Ein Flusssieder (auch Pottaschesieder) ist ein ehemaliger Beruf in der Glasindustrie.

Ein Flusssieder übernahm vom Aschenbrenner gewöhnliche Holzasche, laugte mit Wasser ihre Bestandteile heraus und dickte diese zu Pottasche ein. Diese übergab er dann den Glasherstellern. Die Pottasche (chemisch: Kaliumcarbonat) ist ein weißes Pulver, das noch heute der Glasschmelze beigesetzt wird. Der Name Flusssieder entstand durch das Sieden („kochen“) des für die Glasherstellung notwendigen Flussmittels. Die Betriebe, in denen die Flusssieder arbeiteten, wurden Flusssiederei genannt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Josef Franz Dirscherl: Das ostbayerische Grenzgebirge als Standraum der Glasindustrie. Dissertation 1938