Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

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OsterreichÖsterreich  Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
mbHp1
Staatliche Ebene Bund
Rechtsform GmbH
Aufsichtsbehörde(n) / -organe BM f. Verkehr, Innovation und Technologie, BM f. Wirtschaft und Arbeit
Gründung 1.9. 2004[1] (aus FFF, TiG, ASA, BIT)
Hauptsitz Wien 9, Sensengasse 1
Leitung Henrietta Egerth, Klaus Pseiner
Anzahl der Mitarbeiter ca. 250


Website www.ffg.at

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) ist eine Organisation zur Förderung von Forschung und Innovation im Bereich der anwendungsorientierten und industrienahen Forschung in Österreich und befindet sich zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Österreich durch gezielte Programme speziell im Forschungs- und Entwicklungsbereich zu stärken. Die Eigentümervertretung des Bundes wird durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ausgeübt.

Geschichte und Organisation[Bearbeiten]

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft wurde September 2004[1] durch einen Zusammenschluss von folgenden vier Vorgängerorganisationen gegründet: Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF), Technologieimpulse–Gesellschaft (TiG), Austrian Space Agency (ASA) und Büro für internationale Forschungs- und Technologiekooperationen (BIT), wobei diese teilweise als Subunternehmen weiterbestehen.

Sie gliedert sich heute in vier Bereiche (Basisprogramme, Strukturprogramme, Thematische Programme sowie Europäische und Internationale Programme) und die Agentur für Luft- und Raumfahrt. Eine Strategieabteilung unterstützt die FFG und die zuständigen Ministerien bei der Entwicklung von forschungspolitischen Strategien.

Die Angebote der Forschungsförderungsgesellschaft umfassen die Förderungen für Forschungsprojekte von Unternehmen und Wissenschaftlern in Österreich, die Beratung bei der Auswahl der richtigen Förderprogramme und die Unterstützung bei der Antragstellung bei europäischen Programmen und internationalen Kooperationsprojekten für österreichische Forscher. Die Agentur für Luft- und Raumfahrt nimmt die Interessenvertretung österreichischer Interessen bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) wahr.

Durch Ihre Tätigkeit hat die FFG einen umfassenden Zugang zu Daten über Forschungsprojekte und Forschungskooperationen und Informationen über technologische Trends auf europäischer Ebene.

Die Dienstleistungen der FFG haben einen Schwerpunkt in der Unterstützung wirtschaftsnaher Forschung, stehen aber in manchen Programmen (beispielsweise BRIDGE) auch grundlagenorientierten Forscherinnen und Forschern offen. Für die Förderung von Grundlagenforschung ist allerdings hauptsächlich ihre Schwesterorganisation FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung oder Wissenschaftsfonds) zuständig.

Förderprogramme[Bearbeiten]

Die Förderschwerpunkte der FFG gliedern sich in folgende Bereiche:[2]

  • Basisprogramme - Förderungsprinzip nach dem Bottom-Up Verfahren
  • Strukturprogramme - Strukturförderungen (wie zum Beispiel das Programm COMET)
  • Thematische Programme - Top-Down Förderungen als Steuerungselement der Politik
  • Europäische und internationale Programme
  • Österreichisches Weltraumprogramm

Statistiken[Bearbeiten]

Die FFG beschäftigte im Jahr 2008 rund 237 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im gleichen Jahr betrug das Gesamtfördervolumen (Zusagen) 547,8 Millionen Euro, davon wurden 365,9 Millionen Euro in Form von Zuschüssen und Darlehen tatsächlich ausbezahlt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Forschungsförderungsgesellschaft Errichtungsgesetz" (FG Gesetz), StF. BGBl I Nr. 73/2004
  2. Förderprogramme der FFG

48.22036616.353824Koordinaten: 48° 13′ 13″ N, 16° 21′ 14″ O