Grundlagenforschung

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Die Grundlagenforschung (englisch meist: Basic Research, teilweise auch Fundamental Research) im engeren Sinne ist die wissenschaftliche Aufstellung, Nachprüfung und Diskussion der Prinzipien einer Wissenschaft, etwa in den Naturwissenschaften, in der Medizin und der Mathematik.

Die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften wie die Psychologie, Anthropologie, die Pädagogik oder die Sprachwissenschaften liefern grundlegendes Wissen über kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklungen sowie über soziale Strukturen. Sie schaffen damit eine Basis für Entscheidungen über aktuelle anthropologische oder gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen.

Die Grundlagenforschung schafft ein Elementarwissen für weitergehende Forschung und unterscheidet sich insofern von der angewandten Forschung und der Industrieforschung, die teilweise ähnliche Forschungsfelder bearbeiten, diese jedoch unter einem anderen Fokus und anderen, etwa wirtschaftsorientierteren Zielsetzungen betrachten. Der Begriff der Grundlagenforschung wurde populär durch den Report Science - The Endless Frontier des US-amerikanischen Ingenieurs Vannevar Bush. Dieser Bericht markierte zugleich den Beginn der modernen Wissenschaftspolitik. Der Begriff Basic Research wurde zuerst von dem US-Staatssekretär Henry C. Wallace gebraucht.[1]

In der problemorientierten Grundlagenforschung werden die Fragestellungen – im Gegensatz zur Auftragsforschung – aus der wissenschaftlichen Literatur entwickelt, jedoch im Hinblick auf konkrete Probleme, die nicht unbedingt wissenschaftlicher Art sind.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roger Pielke Jr.: In Retrospect: Science - The Endless Frontier, in: Nature 466, 922-923 (August 2010), doi:10.1038/466922a.