Friedhelm Schneidewind

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Friedhelm Schneidewind (* 21. Februar 1958 in Baumholder) ist ein deutscher Schriftsteller, Journalist, Musiker und Dozent.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhelm Schneidewind verbrachte seine Grundschulzeit in Berlin, besuchte das Ludwigsgymnasium in Saarbrücken und machte Abitur am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Trier.[1]

In Saarbrücken studierte er Biologie und Informatik. Gemeinsam mit seiner Frau leitete er dort 1990 bis 1996 eine Druckerei mit angeschlossenem Verlag. Von 1991 bis 1996 war er Vorsitzender des Studio-Theater-Vereins, gab in seinem Logos-Verlag das Saarländische Kulturjournal heraus und begründete den Deutschen Literatur-Theater-Preis.[2]

Von 2003 bis 2019 arbeitete Schneidewind in Hemsbach als freiberuflicher Autor, Journalist, Musiker und Dozent, u. a. im Medienbereich und für Betriebsräte. Seit 2019 lebt und arbeitet er in Mannheim.[3]

Sein erstes Buch veröffentlichte Schneidewind 1993, eine Sammlung von Essays und Geschichten, 1994 folgte das vampireske Schauspiel Carmilla, das er und seine damalige Frau nach der gleichnamigen Geschichte von Sheridan Le Fanu schrieben und inszenierten und in dem sie die Hauptrollen spielten. Das Stück wurde von 1994 bis 2000 über 60 Mal aufgeführt, unter anderem beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, in Georgien und Rumänien.[4]

Seither hat Schneidewind rund 25 weitere Bücher geschrieben, darunter acht Lexika, zwei Sachbücher, zwei Liederhefte, fünf Kurzgeschichten-Bände und einen Roman. Besonders erfolgreich waren Das ABC rund um Harry Potter (2000) und Das große Tolkien-Lexikon (2001), das 2018 in einer zweiten, erweiterten und aktualisierten Ausgabe erschienen ist. Als Experte für Mittelerde tritt Schneidewind immer wieder bei Veranstaltungen wie dem RingCon, dem HobbitCon, auf Messen und in Buchhandlungen auf.[5][6][7] Im Herbst 2019 veröffentlichte Schneidewind seinen ersten Roman im Karl-May-Verlag.[8]

Schneidewind ist zudem als Musiker und Barde unter dem Namen Amadeus Contraquies[9] aktiv und publizierte mehrere Liederhäfte, Tonträger und Videos. 1986 bis 1989 leitete er das Barockensemble Ensemble Lindale, seit 1995 die von ihm mitbegründete Mittelaltertruppe Conventus Tandaradey. Seit 2013 bildet er mit Erlentochter Daniela Osietzki das Duo Bardensang und Zauberklang.[10][11]

Preise und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: zweimonatiges Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben
  • 2011: Festschrift für Friedhelm Schneidewind im Oldib-Verlag Essen[12]
  • 2011: Ehrung für besondere Verdienste um die Tolkienforschung und die Tolkien-Community[13]
  • 2010: Ehrenmitglied bei Earth Rocks, Verein zur Förderung phantastischer Literatur Österreich

Veröffentlichte Werke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane & Erzählungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weiße Hölle. Phantastische Kurzgeschichten (Hrsg.). Phantastische Miniaturen Band 20. Phantastische Bibliothek Wetzlar, 2016.
  • Das magische Tor im Kaukasus. Karl-May-Verlag, Bamberg 2019, ISBN 978-3-7802-2508-5.

Weitere Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carmilla (mit Ulrike Schneidewind). Vampireskes Schauspiel nach Sheridan Le Fanu von 1872. VERBVersum, Mannheim 2018, ISBN 978-3-932683-36-7

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Viel Zeit und viel Wissen Volksfreund (RP Online). 18. Mai 2011, Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  2. Bühnenfoerderer aus Leidenschaft Saarbrücker Zeitung, 31. März 2015. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  3. Der Erforscher von Mittelerde Mannheimer Morgen, 12. November 2012. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  4. Vampryjournal Vampyrjournal.de, Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  5. So viel Mädchenmacht war nie in Mittelerde Welt.de, 6. April 2015. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  6. Das große Buch der Fantasie wird geöffnet Saarbrücker Zeitung, 25. August 2017, Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  7. Fabelhafte Hobbit Welt Augsburger Allgemeine, 5. November 2012. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  8. Karl-May-Verlag Karl-May-Verlag, Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  9. Website von Amadeus Contraquies, Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  10. Reise ins Mittelalter Mannheimer Morgen, 22. Mai 2019. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  11. Edle Verse über Ritter, Schurken und Gesindel Mannheimer Morgen, 15. Dezember 2017. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
  12. Stipendiaten im Künstlerhaus Edenkoben, Jahr 2017 Abgerufen am 29. Oktober 2019.
  13. Ehrungsurkunde für Friedhelm Schneidewind, 29. April 2011 Abgerufen am 29. Oktober 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]