Friedrich Boden

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Friedrich Boden als Student in Göttingen im Jahr 1863

Friedrich Carl August Boden (* 30. März 1844 in Einbeck; † 12. November 1920 ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Brauereibesitzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Boden wurde 1844 in Einbeck als Sohn einer alteingesessenen Kaufmannsfamilie[1] geboren. Er besuchte das Einbecker Gymnasium bis zu seinem 15. Lebensjahr und wurde dann Landwirt. Im November 1863[2] ging er nach Göttingen, um an der Georg-August-Universität unter anderem bei dem Agrikulturchemiker Wilhelm Wicke zu studieren. In Göttingen wurde er am 10. November 1863 bei der Verbindung Holzminda aktiv. Nach einem zweijährigen Aufenthalt[3] in Göttingen ging er zurück nach Einbeck. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 diente er als Sanitäter. In Einbeck gründete er 1873 zusammen mit Domeier die Brauerei Domeier & Boden[4], welche kurz nach seinem Tod mit der Stadtbrauerei zum Einbecker Brauhaus fusionierte. Er meldete mehrere Patente bezüglich der Bier-Herstellung an.[5] In Einbeck arbeitete er nebenbei lange Jahre als Bürgervorsteher. Dort starb er 1920.

1874 heiratete er Marie Steinberg. Aus der Ehe gingen fünf Söhne und eine Tochter hervor. Einer der Söhne war der Einbecker Filmschauspieler und Kabarettist Wilhelm Bendow,[6] ein anderer Karl Boden, ein bekannter Geologe.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nachruf in: B. Lundius (Hrsg.): Alte-Herren-Zeitung der Burschenschaft Holzminda Göttingen, Pinneberg 1921, S. 19–21.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eltern: Friedrich August Boden (1804–67) und Johanna Dorothea Friederike Gohde(n) (1806–71).
  2. Wilhelm Ebel: Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1837–1900. Hildesheim 1974. (Nr. 49495 – immatrikuliert am 26. Oktober 1863).
  3. Wilhelm Ebel: Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1837–1900. Hildesheim 1974. (Nr. 50472 – exmatrikuliert am 17. November 1865).
  4. Stefan Aumann: ...und wird gar weit geführet. Die Geschichte des Einbecker Bieres. (Studien zur Einbecker Geschichte. Band 14.) Oldenburg 1998, S. 93 f.
  5. So etwa das DRP Nr. 6503 vom 28. November 1878. In: Jahresbericht für Agrikultur-Chemie, Band 22, S. 617.
  6. Bernd-Ulrich Hergemöller: Mann für Mann. Biographisches Lexikon zur Geschichte von Freundesliebe und männlicher Sexualität im deutschen Sprachraum. Hamburg 1998, S. 119.
  7. Quenstedt, Werner: Boden, Friedrich Wilhelm Karl. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 2, Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 353 f. (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]