FuG (ab 1945)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Als FuG bezeichnet man in Deutschland ein FunkGerät, das speziell auf Grund eines Lastenheftes einer Behörde gebaut wird. Damit wird erreicht, dass alle beteiligten Unternehmen ein funktionsmäßig gleiches Gerät auf den Markt bringen. Je nach Umfang des Lastenheftes können verschiedene Parameter vorgeschrieben sein, wie z. B. Frequenzbereich, Anzahl der Kanäle, Modulation, Leistung, mechanische Ausführung, Art und Lage der externe Anschlüssen, Norm der Kontakte, Anschlussbelegung usw.

Für den Anwender ergeben sich durch den Einsatz von FuG folgende Vorteile:

  • garantierte Verbindung für alle Anwender (siehe Brand in der Lüneburger Heide)
  • vereinheitlichte Bedienung, unabhängig vom Hersteller des Gerätes
  • Austauschbarkeit der Geräte
  • Austauschbarkeit des Zubehörs

Geräte nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FuG Band Kanäle Raster (kHz) Modulation Betriebsart Frequenzaufbereitung Sendeleistung (W) Verwendung
1 2 m 6 100 FM simplex Quarz 0,4 Tornister
2 2 m 12 100 FM simplex Quarz 0,5 Tornister
3 2 m 11 50 FM simplex Quarz 20 mobil/fest
4 MW/KW unbegrenzt ohne AM/CW simplex VFO 75 mobil[1]
5 4 m 8 50 FM simplex/duplex/RS1 Quarz 15 mobil/fest
6 2 m 3 100 FM simplex Quarz 0,15 tragbar
6a 2 m 16 100 FM simplex Quarz 0,15 tragbar
6b 2 m 40 20 FM simplex Quarz 0,25 tragbar
7 4 m 100W/50G 50 FM/CW simplex/duplex/RS1 Quarz Mischer 15 mobil/fest
7a 4 m 100W/50G 50 FM simplex/duplex/RS1 Quarz Mischer 15 mobil/fest
7b 4 m 120/120 20 FM simplex/duplex/RS1 Quarz Mischer 3/10 mobil/fest/tragbar mit Batterie
8 4 m 100W/50G 50 FM simplex/semiduplex Quarz Mischer 3/10 mobil/fest
8a1 4 m 143/163 20 FM simplex/semiduplex PLL 10 mobil/fest
8b 4 m 111/111 20 FM simplex/duplex PLL 10 mobil/fest
8b-1 4 m 143/163 20 FM simplex/duplex PLL 10 mobil/fest
8b-2 4 m 143/163 20 FM simplex/duplex PLL 10 fest
8c 4 m 143/163 20 FM simplex/duplex/RS1 PLL 3/12 mobil/fest
9 2 m 100/100 20 FM simplex/duplex/RS1 PLL 2/6 mobil/fest
9b 2 m 92/92 20 FM simplex/duplex PLL 6 mobil/fest
9c 2 m 92/92 20 FM simplex/duplex/RS1 PLL 2.5/6 mobil/fest
9d 2 m 25/25 20 FM simplex/duplex PLL 6 mobil/fest für Kanäle 101 bis 125
10 2 m 10 20 FM simplex ODER semiduplex Quarz 1/2.5 tragbar
10a 2 m 92/92 20 FM simplex/semiduplex PLL 1 tragbar
10b 2 m 92/92 20 FM simplex/semiduplex Maskenprogrammiert 1/2.5 tragbar
11 2 m 1 20 FM simplex/semiduplex Quarz 0.5 tragbar
11a 2 m 2 20 FM simplex ODER semiduplex Quarz 1 tragbar
11b 2 m 10/117 20 FM simplex/semiduplex maskenprogrammiert 1 tragbar
12 4 m 1 20 FM simplex/semiduplex Quarz 0.5 tragbar
13 4 m 10 20 FM simplex ODER semiduplex Quarz 1 tragbar
13a 4 m 143/163 20 FM simplex/semiduplex PLL fest 1 tragbar
13b 4 m 143/163 20 FM simplex/semiduplex Maskenprogrammiert 1/6 tragbar
14 2 m 20 FM geplant – nicht realisiert tragbar
15 KW unbegrenzt 1 AM/CW/SSB simplex PLL 12 mobil/fest

Audio-Buchse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist der Anschluss für Besprechungszubehör. Durch ihre Normung nach Lastenheft ergibt sich ein breites Spektrum an Herstellern. Im Laufe der Zeit ergaben sich technische Weiterentwicklungen: Der bekannte NATO-Stecker ist erst ab dem FuG-7a eingeführt, zuvor waren Mobil- bzw. Tornistergeräte mit FuG-Wehrmachtsstecker bestückt.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerätesatz entstand aus ehemaligen US-Funkgeräten aus dem Weltkrieg: BC-348 + BC-191 + TU-6B. Entgegen allen anderen FuG wurde das FuG 4 nicht extra entwickelt. Im Zuge der Demilitarisierung wurden auf US-Militärgeräte nur deutsche Beschriftungen angebracht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]