Fugenschnitt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit Fugenschnitt bezeichnet man künstlich angebrachte Fugen im Verputz, die einer Fassade den Eindruck eines Monumentalmauerwerks geben.

Diese Technik wurde zum Beispiel bei den repräsentativen Renaissance-Palästen in Florenz eingesetzt.

Fugenschnitte werden auch angebracht, um die Fugenschnitt-Trocknung zu ermöglichen.

Bei der Verlegung von zusammengesetzten Boden- und Wandbelägen (Fliesen, Terracotta, Natursteinplatten, Teppichfliesen) versteht man unter Fugenschnitt die Verlegeart mit durchgehenden Fugen, im Gegensatz zum Verlegen "im Verband", also dem Verlegen mit versetzten Fugen.[1]
Manchmal meint Fugenschnitt auch in diesem Zusammenhang auch, dass die senkrechten Fugen der Wandfliesen in den Bodenfliesen fortgeführt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Zitat aus den technischen Merkblättern des Fachverbandes Fliesen und Naturstein „Keramische Fliesen und Platten, Naturwerkstein und Betonwerkstein auf beheizten, zementgebundenen Fußbodenkonstruktionen“ und „Keramische Fliesen und Platten, Naturwerkstein und Betonwerkstein auf zementgebundenen Fußbodenkonstruktionen mit Dämmschichten“: „Es wird empfohlen, großformatige Fliesen und Platten sowie Natur- und Betonwerksteine > 0,10 m² mit geradlinig durchlaufenden Fugen (Fugenschnitt) und nicht mit versetzten Fugen (Verband) zu verlegen.“