Gaius Servilius Ahala

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Gaius Servilius Ahala war ein römischer Politiker und Militär Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Gaius Servilius Ahala entstammte der altpatrizischen römischen Familie der Servilier, die der Sage nach aus Alba Longa nach Rom eingewandert war und die besonders im 5. und 4. vorchristlichen Jahrhundert mit Angehörigen des Zweiges mit dem Cognomen Ahala eine bedeutende Rolle in Rom spielte.[1] Er war der Sohn eines Publius und Enkel eines Quintus. Er muss ein angesehener Truppenführer gewesen sein, denn insgesamt wurde er dreimal zum Konsulartribun (tribunus militum consularis potentate) gewählt.[2] Das erste Mal bekleidete er das Amt im Jahre 408 v. Chr.; für das Jahr 407 wurde er dann wiedergewählt. Zum dritten Mal war er dann im Jahre 402 Konsulartribun. Die Filiation und die Ämter sind durch die Fasti Capitolini vollständig belegt und werden auch bei Titus Livius erwähnt.[3] Diese beiden Quellen erwähnen ferner, dass er im ersten Tribunat auf Befehl des Senats, aber gegen den Willen seiner Mittribunen einen Diktator eingesetzt habe, der ihn dann zum Magister equitum ernannt habe.[4][5] Im Jahr 406 war er Livius zufolge dann Legat im Krieg gegen die Volsker.[6]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Titus Livius, Ab urbe condita, Bücher IV und V.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Münzer u. a.: Servilius. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II A,2, Stuttgart 1923, Sp. 1759–1822.
  2. Friedrich Münzer: Servilius 33. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II A,2, Stuttgart 1923, Sp. 1771 f.
  3. Titus Livius, Ab urbe condita IV,56,2; IV,57,2,12; IV,59,5; V,8,1 und V,9,5.
  4. Fasti Capitolini.
  5. Titus Livius, Ab urbe condita IV,56 f.
  6. Titus Livius, Ab urbe condita IV,59,5.