Galitzin

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Dieser Artikel behandelt das russische Fürstengeschlecht. Zum sowjetischen Geheimdienstoffizier und Überläufer siehe Anatoli Michailowitsch Golizyn.
Wappen der Fürsten Galitzin

Das Haus Galitzin (kyrillisch: Голицын; auch Galizyn, Golizyn, Gallitzin) ist ein russisches Fürstengeschlecht litauischer Abstammung, dessen Ahnherr im Mannesstamm Großfürst Gediminas war, der auch Stammvater der Jagiellonen und des Fürstenhauses Trubezkoi war. Einer seiner Nachkommen, Iwan Bulgak, soll von den starken Lederhandschuhen (golitza), die er über die Wollhandschuhe trug, den Beinamen Golizyn (sprich Galizyn) erhalten und auf seine Nachkommen vererbt haben.[1]

Schicksal unter dem Kommunismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den zahlreichen Zweigen des fürstlichen Adelsgeschlechtes der Galizin, die 1917 existierten, überlebte in der Sowjetunion nur einer; alle anderen wurden vernichtet oder ins Exil gezwungen. Die Bolschewiki verhafteten Dutzende von Galizins, um sie dann zu erschießen oder im Gulag umkommen zu lassen; weitere Dutzend verschwanden im Sturm der Revolution, und ihr Schicksal blieb unbekannt. Heute leben mehr Galizins in den USA als in Russland.

Sergei Golitsyn (1909–1989) schrieb "Memoirs of a Survivor: The Golitsyn Family in Stalin's Russia"; das Buch umfasst den Zeitraum von der Revolution 1917 bis zum Eintritt der Sowjetunion in den Zweiten Weltkrieg 1941.

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wappen der Fürstenfamilie Galitzin: der litauische Reiter


 Commons: Galitzin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meyers Konversationslexikon, S. 847, unter Galizyn