Gautam

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Gautam, 2005

Gautam, eigentlich Herbert Kleinbruckner, geb. Herbert Nöldemann (* 9. November 1949 in Dortmund) ist ein deutscher Bildhauer und Grafiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herbert Kleinbruckner absolvierte eine Starkstromelektrikerlehre, war vier Jahre bei der Bundeswehr als Fallschirmjäger und arbeitete als Kraftfahrer und Elektromonteur im Kundendienst in Bremen. Es folgten vier Jahre Messebau in Europa. Nach dem Zweiten Bildungsweg studierte er an der Hochschule für Bildende Kunst und Musik in Bremen im Fachbereich Plastik bei Waldemar Otto und Bernd Altenstein, im Fachbereich Malerei bei P. Schäfer, im Fachbereich Grafik bei H. Müller und an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kunstgeschichte.

Studienaufenthalte hatte er u. a. in Berlin, Hamburg, Danzig, Rom, Paris, Prag, Oslo, Florenz, Ungarn, Krakau, Zakopane, Barcelona und München.

Seit Mitte 1970 arbeitet er als freier Künstler. Von 1984 bis 1990 lebte und arbeitete er in Landsberg am Lech. Zwischen 1991 und 2010 lebte und arbeitete er in Moers, wo er von 1991 bis 1993 Kunstschulleiter war. Von 2008 bis 2010 machte er sein zweites Staatsexamen für die Sekundarstufe Zwei an Gymnasien und Gesamtschulen. Von 2010 bis 2015 war er Kunstlehrer am Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg.[1] Seit 2015 hat er einen Lehrauftrag am Gymnasium Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe.[2]

Er arbeitet weiterhin als Grafiker, insbesondere in Gestalt von Linolschnitten zum Tagesgeschehen und Kleinplastiken. Er ist Vorstandsmitglied in der Wittgensteiner Kunstgesellschaft (WKG). Sein Stil ist dem figürlichen Realismus zuzuordnen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gautam ist in fünfter Ehe mit Christiane Sandkuhl verheiratet. Aus seiner zweiten Ehe mit Edith Nöldemann hat er einen Sohn und zwei Töchter, mit seiner dritten Frau, Maria Kleinbruckner, hat er zwei Töchter, und in seiner aktuellen Ehe einen Stiefsohn.

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gautam war u. a. in Bremen, Bremerhaven, Hannover, Florenz, Weißer Turm in Stuttgart, Osnabrück, Moers, Bad Zwischenahn, Weltenburg, Madrid, Braunschweig, Wolfenbüttel, im Haus der Kunst in München, in der Orangerie in Hannover und in Bad Berleburg[3] an Ausstellungen beteiligt.

Seit 2010 Ausstellungsbeteiligungen mit der Wittgensteiner Kunstgesellschaft in Bad Berleburg, Erndtebrück, Hilchenbach, Dänemark, Hallenberg. 2020 eine Ausstellung in der Sparkasse Bad Berleburg zum 40-jährigen Jubiläum.

Werke im öffentlichen Raum (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1981–1987: Vater und Sohn, Carrara-Marmor; Bildhauersymposion Osnabrück, (mit Hans Müller) (Stationen: Osnabrück Klostergut Buchhof in Weltenburg, Moers, Rheinberg ebd.)
  • 1982: Herbst Blumenthal 1982, Sandstein; Bildhauer-Symposion in Bremen
  • 1982: Vergewaltigung, Sandstein; Osnabrück
Der Römerbrunnen in Moers Asberg
  • 1980–1983: Metamorphose, Strukturwandel in Dortmund
  • 1983 Plastik Nach dem Bade; Kunst im öffentlichen Raum im Kunstmuseum Osnabrück
Frieden Krieg, Relief, Bildhauer Gautam.jpg
  • 1984: Ankauf des Reliefs Krieg und Frieden durch das Kulturamt Osnabrück
  • 1985: Sisyphos, Sandstein; Bildhauer-Symposion im Maximilianpark in Hamm 1985 mit Werner Ratering
  • 1989/1990: Faschismus; Sandstein, in Braunschweig
  • 1995/1996: Plastik (Staunen) im Rahmen von „Kunst im Bau“ in der Sparkasse Moers
  • 1998: Römerbrunnen in Moers-Asberg
  • 1998: Mahnmal in Moers Meerbeck (Familie Leiss)
  • 2000: Weltenburg, Minerva; „Symposion Weltenburger Spuren“
  • 2002: Weltenburg, Tugenden; „Symposion Weltenburger Spuren“
  • 2002: Plastik Familienensemble, zur Ehrung des Optikers B. Matt in Zeitlarn (Bayern)
  • 1999–2000: Skulptur Römischer Faun, Kelheimer Auerkalk, Siegenburg
  • 2019: Kommunikation, Sandstein in Kirchhundem vor dem Rathaus
Stefanie, Bronze.jpg
  • 2002–2003: Stefanie, Bronze, Kelheim

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: „Querbeet“, Otterfing/München Galerie Groß
  • 1993: „Legenden, Mythen, Rezepte, Kunst“, eine Wanderausstellung (Deutsche Bank Moers, Landsberg am Lech, Grein/Donau OÖ)
  • 1995: Ausstellung im Rathaus und der Friedenskapelle in Senden
  • 1996: Galerie Bibliothek Lehmbruck Museum in Duisburg
  • 1996: Ausstellung im Foyer des Kreishauses in Tecklenburg
  • 1998: Galerie in Stavern in Norwegen
  • 2001: Theaterfoyer der Stadt Dortmund
  • 2008: Schmiede im Kloster Kamp-Lintfort
  • 2011: Optiker Wiebelhaus in Bad Berleburg
  • 2016: Rathaus Erndtebrück
  • 2016: Galerie der Sparkasse Bad Berleburg
  • 2017: Offizierskasino der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück
  • 2018: 17. Juni bis zum 26. August in der Skulptur Galerie in Osnabrück
  • 2018: 15. November bis zum 11. Januar 2019 in der Celenus Fachklinik in Hilchenbach (50 Bilder, die lebensgroße Plastik Walzer, eine Hommage à Pina Bausch)

Öffentliche Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1978: Entwurf zum Schutz der Heide um den Steller See in Stuhr
  • 1978: bis 1979 mit der Bildhauergruppe Realismus Arbeit im Jugendstrafvollzug in Bremen-Blockland
  • 1989: offenes Atelier in der Einrichtung „Feierwerk Hansastraße“ in München
  • "Faschismus", Sandstein mit eingelassenem Moniereisen, Bildhauer Gautam,.jpg
    1989 bis 1990 Teilnahme am Pilotprojekt-Kairos in Wolfenbüttel
  • 1991 bis 2004: Arbeit in der Flüchtlingshilfe und Gründung des Schachvereins „König auf der Flucht“ mit Helmut Pfleger zur Integration von Flüchtlingen
  • fünf große Wandbilder im Krankenhaus Bethanien in Moers
  • 1998: Gründung der Bildhauergruppe „lamoer“ mit Hubertus Schaper
  • 2007: Schulhofprojekt mit der Albert-Schweitzer-Schule in Moers[4]
  • 2007: Projekt Haltestelle Kunst in Nürnberg
  • 2000: Gründung der Kunstetage Moers mit Ingo Plückhahn[5]
  • 2005 Gründung der Porträtschule Gautam in Moers Repelen
  • mehrere Jahre Künstlerischer Leiter der Dortmunder Schachtage

Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Aufenthalts-Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Münster in der Werkstatt Kätelhön in Wamel/Möhnesee.
  • 1981 bis 1983: Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung

Veröffentlichungen, Beteiligungen in Katalogen, Büchern, TV und Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Schulhofgestaltung in Bremen-Hemelingen, 1. Platz
  • 1984: Tabakwarenhändler in Bremen, 2. Platz
  • 1989: Gedenkstätte Neuer Börneplatz in Frankfurt am Main, Endjury (über 600 Teilnehmer)
  • 1993: Gedenkstätte auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge in Schwerte, Endjury (254 Teilnehmer)[6]
  • 1997: Brunnenwettbewerb in Moers Asberg, 1. Platz
  • 1997: Mahnmal für die Familie Leiss in Moers Meerbeck, 1. Platz[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gautam in Suche Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad-Berleburg
  2. Lehrer am Gymnasium Schloss Wittgenstein Kleinbruckner Gautam, Herbert
  3. Eberhard Demtröder: Ausstellung: „Fliessend“ die Übergänge von Idee zu Idee. In: waz.de. 12. Mai 2017, abgerufen am 30. Mai 2017.
  4. Susanne Anderson und Eva Stetter: Moers: Kunstwerke auf dem Schulhof. In: rp-online.de. 24. Januar 2008, abgerufen am 30. Mai 2017.
  5. Heiner Bontrup: projekt kunstetage. In: kunstetage.de. Abgerufen am 30. Mai 2017.
  6. Synagoge In: gesamtschule.schwerte.de, abgerufen am 30. Mai 2017.
  7. Bernhard Schmidt: Familie Leiss Moers – Zeitzeichen. In: zeit-zeichen.org. Abgerufen am 30. Mai 2017.