general intellect

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General intellect (engl. für „allgemeines Wissen“, „allgemeinen Verstand“) ist ein von Karl Marx geprägter Begriff für das allgemeine Wissen in seiner gesellschaftlichen Funktion als unmittelbare Produktivkraft. Er wird in der vom Postoperaismus ausgehenden gegenwärtigen Diskussion um die postfordistische Industriegesellschaft gebraucht.

Nach Marx äußert sich die Entwicklung des general intellect in einer kapitalistischen Gesellschaft sowohl in der Produktion von Industriegütern als Fixem Kapital als auch in der Kontrolle über den gesellschaftlichen Lebensprozess.

Verwendung bei Marx[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marx gebraucht den Begriff nur an einer Stelle im Maschinenfragment des Manuskriptes Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie (1857–1859), wo er schreibt:

„Die Natur baut keine Maschinen, keine Lokomotiven, Eisenbahnen, electric telegraphs, selfacting mules etc. Sie sind Produkte der menschlichen Industrie; natürliches Material, verwandelt in Organe des menschlichen Willens über die Natur oder seiner Betätigung in der Natur. Sie sind von der menschlichen Hand geschaffne Organe des menschlichen Hirns; vergegenständlichte Wissenskraft. Die Entwicklung des capital fixe zeigt an, bis zu welchem Grade das allgemeine gesellschaftliche Wissen, knowledge, zur unmittelbaren Produktivkraft geworden ist und daher die Bedingungen des gesellschaftlichen Lebensprozesses selbst unter die Kontrolle des general intellect gekommen und ihm gemäß umgeschaffen sind. Bis zu welchem Grade die gesellschaftlichen Produktivkräfte produziert sind, nicht nur in der Form des Wissens, sondern als unmittelbare Organe der gesellschaftlichen Praxis; des realen Lebensprozesses.“[1]

Interpretationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. K. Marx: Grundrisse, MEW Bd. 42, S. 602