Georg Weinrich

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Georg Weinrich

Georg Weinrich (auch: Georg Weinreich oder Georg Weindrich; * 23. April 1554 in Hirschberg/Schlesien; † 27. Januar 1617 in Leipzig) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Bürgers Balthasar Weinrich und dessen Frau Magdalena Fries besuchte ab 1558 die Schule seiner Heimatstadt. 1572 kam er auf das Marien-Magdalena Gymnasium in Breslau. In Breslau wurde er auch Hauslehrer des Fürsten Georg auf Kupferberg, mit dessen drei Söhnen er 1575 nach Böhmen reiste, um die dortige Sprache zu erlernen. Zurückgekehrt nach Breslau, erhielt er eine weitere Hauslehrerstelle. Mit seinem Zögling bezog er 1579 die Universität Leipzig und wurde Baccalaurus. Nach einem kurzen Aufenthalt in Prag kehrte er nach Leipzig zurück und wurde hier 1583 Magister der philosophischen Wissenschaften. Nach kurzem Aufenthalt als Tertius an der kurfürstlichen Landesschule in Grimma wurde er 1584 Diakon in Langensalza, 1586 wurde Subdiakon an der St. Thomaskirche in Leipzig. 1589 stieg er zum Diakon auf, 1592 wurde er zum Pastor ebenda.

Weinrich hatte nach dem Abgang des Superintendenten Wolfgang Harder die Superintendentur und das Pfarramt an der St. Nikolaikirche verwaltet, welches Amt ihm selbst 1594 übertragen wurde. Damit wurde er auch Assessor am Leipziger Konsistorium. Im selben Jahr übertrug man ihm an der Universität Leipzig eine theologische Professur. Damit verbunden wurde er Kanoniker in Zeitz. 1597 erwarb er das Lizentiat der Theologie und er promovierte 1599 zum Doktor der Theologie. Ebenfalls im Jahr 1599 fand er Zugang als Kollegiat am Frauenkollegium. 1600 war er Rektor der Alma Mater, zudem in den Jahren 1601, 1605, 1607, 1610, 1613 und 1615 Dekan der theologischen Fakultät. Er wurde 1604 Kanoniker in Meißen und 1614 Senior der theologischen Fakultät sowie auch Senior der polnischen und schlesischen Nation und Decemvir. Dies blieb er bis zu seinem Lebensende.

Georg Weinrich starb am 27. Januar 1617 in Leipzig. Sein Leichnam wurde am 31. Januar in der Leipziger Thomaskirche beigesetzt, wo man ihm ein Epitaph errichtete.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus seiner am 20. April 1585 in Leipzig geschlossenen Ehe mit Cecilia (7. Februar 1667 in Grimma; † 1. Februar 1618 in Leipzig), der Tochter des Verwalters der Fürstenschule Grimma Wolfgang Peiligk und dessen Frau Ursula, die Tochter des Ratsherrn und Buchhändlers in Leipzig Frantz Clement, sind drei Söhne und vier Töchter hervorgegangen. Von den Kindern ist bekannt:

  • Sabina Weinrich (14. März 1604 in Leipzig; † 15. Februar 1662 in Rendsburg) verh. am 17. Februar 1629 in Leipzig mit Dr. med Christopf von Bühren. (Roth R 8637)
  • Barbara Weinrich (* 1586 in Leipzig; † 3. Juni 1632) verh. 24. Januar 1604 mit dem Assessor am Leipziger Oberhofgericht und Dr. jur Valentin Krappe
  • Gottfried Weinrich studierte
  • Georg Weinrich († jung)
  • Caritas Weinrich († jung)
  • Christian Weinrich († jung)
  • Elisabeth Weinrich († jung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]