Gerhard Liebig

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Gerhard Liebig

Gerhard Liebig (* 17. Dezember 1948 in Kelsterbach) ist ein deutscher Imker und Bienenwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Liebig studierte von 1970 bis 1975 Agrarbiologie an der Universität Hohenheim. 1978 schloss er seine Dissertation (Dr. sc. agr.) am Institut für Phytomedizin über das Thema „Zur Wirtswahl von Myzus persicae“ ab. Von 1976 bis 2011 wirkte er als wissenschaftlicher Angestellter an der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim.

In Langzeitprojekten befasste er sich auch weiterhin vor allem mit Forschungen im Freiland.

  • 1976–2011: Untersuchung der Populationsdynamik von bienenwirtschaftlich wichtigen Honigtauerzeugern auf Tanne, Fichte und Laubbäumen
  • 1987–2010: Aufbau und Leitung eines Trachtmeldedienstes in Baden-Württemberg zur Beobachtung und Prognose der Wald- und Tannentracht
  • 1982–2011: Untersuchungen zur Befallsentwicklung der Varroamilbe Varroa destructor im Bienenvolk, Ermittlung von Schadenschwellen (Sommer, Herbst, Winter) und ihre mehrmalige Überprüfung, Entwicklung und Überprüfung der Gemülldiagnose zur Beurteilung des Befallsgrades, Entwicklung von Bekämpfungsmethoden der Varroamilbe mit Ameisensäure, Oxalsäure und Milchsäure; Entwicklung von Konzepten der in die Völkerführung „integrierten Varroabekämpfung“ bis zur Praxisreife („Spätsommerpflege in vier Schritten“, „Teilen und behandeln“)
  • 1984–2011: Untersuchungen über die Entwicklung von Bienenvölkern, Einfluss der Umwelt (Tracht, Klima, Witterung, Völkerführung, Landwirtschaft) auf die Volksentwicklung

Der Liebig-Dispenser für eine gleichmäßige und bienenverträgliche Ameisensäurebehandlung von Bienenvölkern zur Bekämpfung der Varroamilbe trägt seinen Namen.

Die Hohenheimer Einfachbeute wird nach ihrem Entwickler auch Liebigbeute genannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]