Gerhard Zeillinger

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Gerhard Zeillinger (* 1964 in Amstetten) ist ein österreichischer Historiker, Literaturwissenschafter, Lektor und Schriftsteller.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Zeillinger studierte Germanistik und Geschichte in Wien. Seine Dissertation schrieb er über den Amstettner Schriftsteller Julian Schutting.[1]

Bekanntheit erlangte Zeillinger mit der Studie Amstetten 1938–1945, in der er – im Auftrag der Stadt – die Anschlusszeit seiner Heimatstadt kritisch aufarbeitete. Die Studie nennt nicht nur die Namen einiger Opfer, beispielsweise von Adolf und Rosa Greger, deren Kaufhaus Zur Billigkeitarisiert“ wurde, sondern auch die einiger Täter. Am Beispiel von Bürgermeister Wolfgang Mitterdorfer zeigte die Studie „die Problematik der nie stattgefundenen Sühne“ auf. Zeillinger dokumentierte auch das Bemühen der Initiative Kulturhof Amstetten um eine Ausstellung zur Zeit des Nationalsozialismus in Amstetten anlässlich des Gedenkjahres 1995.[2]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hg.): Amstetten 1938–1945. Dokumentation und Kritik (= Amstettner Beiträge 1995/96), Amstetten 1996
  • (Hg., gemeinsam mit Manfred Wohlfahrt): Amstetten in alten Ansichten, Europäische Bibliothek, Zaltbommel 2001, ISBN 978-90-288-6667-6.
  • Oswiecim. Reise nach Au, Prosatext. Literaturedition Niederösterreich 2013, ISBN 978-3-902717-17-7
  • Überleben. Der Gürtel des Walter Fantl. Kremayr & Scheriau, Wien 2018, ISBN 978-3-218-01129-7

Aufsätze und Artikel (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Zeillinger. Kremayr & Scheriau, abgerufen am 25. Januar 2019.
  2. Walter Baumgartner, Robert Streibel: Juden in Niederösterreich, Wien: Oldenbourg 2004, S. 9.