Gesellschaft für Energiewissenschaft und Energiepolitik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Gesellschaft für Energiewissenschaft und Energiepolitik e.V. (GEE) ist ein Verein in Berlin sowie die deutsche Sektion der International Association for Energy Economics.

Die GEE wurde 1981 als gemeinnütziger Verein inmitten der Diskussion zur zivilen Kernenergienutzung in Deutschland gegründet. Heute umfasst sie rund 250 Einzelmitglieder. In der GEE sind Fachleute aus Energiewirtschaft, Politik, Verbänden und Wissenschaft organisiert, um ein politisch offenes, interdisziplinäres und den Meinungsaustausch förderndes Forum zur fachlichen Erörterung energiebezogener Themen zu finden.[1][2]

Mit der GEE sollte damals insbesondere eine neutrale Plattform geschaffen werden, bei der das Thema der zivilen Kernenergienutzung kontrovers im Rahmen von Abendveranstaltungen, Seminaren und Konferenzen diskutiert werden konnte. Inzwischen ist das Themenspektrum auf den GEE-Veranstaltungen wesentlich breiter. Themen wie Liberalisierung der Energiemärkte, Marktversagen und Regulierung, Handel mit Strom und Erdgas, Emissionen und Emissionshandel, Preise von Energieträgern, Ausblicke für Investitionen in neue Technologien sowie die Energiewende sind heute häufig Gegenstand der regelmäßigen Treffen.

Die GEE lobt jährlich den GEE-Preis des Energieforums Berlin in den Kategorien Bachelor-/Masterarbeiten und Dissertationen aus. Ausgezeichnet werden dabei aktuelle akademische Arbeiten im Bereich energiewirtschaftlicher Fragestellungen. Neben wirtschaftswissenschaftlichen Konzepten können auch technische, rechtliche oder energiepolitische Ansätze behandelt werden. Inhaltlich sollen sich die die Arbeiten mit praxisrelevanten Themen beschäftigen und einen Beitrag zu den klassischen energiewirtschaftlichen Fragestellungen liefern. So stellte beispielsweise Georg Erdmann die verschiedenen Probleme des Atomausstiegs in einem Interview dar.[3] Er gehörte weiterhin der unabhängigen Expertenkommission zum Monitoring "Energie der Zukunft" an.[4]

Der aktuelle Vorstandsvorsitzende ist Aaron Praktiknjo (Stand Februar 2018). Ehemalige Vorstandsvorsitzende waren unter anderem Georg Erdmann[5] (1999–2017), Wolfgang Pfaffenberger (1995–1999), Hermann-Josef Wagner[6][7], Ulf Hansen (1982-?) und Lutz Hoffmann (1981).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. über uns auf gee.de
  2. International Association for Energy Economics :: Germany. Abgerufen am 22. Februar 2018 (englisch).
  3. - "Extrem gut international abstimmen". In: Deutschlandfunk Kultur. (deutschlandfunkkultur.de [abgerufen am 22. Februar 2018]).
  4. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Monitoring der Energiewende. Abgerufen am 22. Februar 2018.
  5. Professor Dr. Georg Erdmann. Abgerufen am 23. Februar 2018.
  6. Christian Busche, Beate Schiller: LEE - Ruhr-Universität Bochum. Abgerufen am 23. Februar 2018.
  7. Christian Busche: Wertvolle Beiträge zur Energie- und Klimadebatte. Abgerufen am 23. Februar 2018.