Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur

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Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur
(GMK)
Logo der GMK
Zweck: Zusammenschluss von Medienpädagogen
Vorsitz: Sabine Eder und Kristin Narr
Gründungsdatum: 1984
Mitgliederzahl: ca. 1000
Sitz: Bielefeld
Website: www.gmk-net.de

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Fachleuten aus den Bereichen Bildung, Kultur und Medien. Der deutsche Fach- und Dachverband für Medienpädagogik wurde 1984 gegründet.

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GMK will die Medienpädagogik und Kommunikationskultur in der Bundesrepublik fördern und verantwortlich mitgestalten. Massenmedien sollen kulturell-kommunikativen Bedürfnissen und Interessen aller Bürger dienen und als Ausdrucks-, Erfahrungs- und Gestaltungsmittel genutzt werden. Die GMK bietet regelmäßig Fachtagungen, bundesweite, landesweite und regionale Expertennetzwerke an und bringt zahlreiche Buchpublikationen heraus.

Mit dem Dieter Baacke Preis zeichnet die GMK gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte, vornehmlich außerschulische medienpädagogische Projekte mit Kindern, Jugendlichen und Familien aus. Dieter Baacke, ein deutscher Medienpädagoge, war von 1984 bis 1999 ihr Vorsitzender.

Im Bundesvorstand sind derzeit Sabine Eder, Kristin Narr, Rüdiger Fries, Nadine Berlenbach, Philipp Buchholtz, Prof. Dr. phil. Eik-Henning Tappe und Prof. Dr. Claudia Wegener tätig.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Medienkompetenz und Medienpädagogik von der vorschulischen Erziehung bis ins Alter fördern. Medienbildung betrifft alle Generationen und Bildungsbereiche. Die GMK setzt sich für Vernetzung, Qualifizierung und Professionalisierung der Medienpädagogik ein.
  • Mediale Beteiligung, Kreativität und Kritikfähigkeit fördern. Die GMK setzt sich dafür ein, dass alle gesellschaftlichen Gruppen darin unterstützt werden, kreativ und kritisch mit Medien umzugehen.
  • Forschung und Praxis zusammenbringen. Die GMK fördert den Transfer und Dialog zwischen Medienforschung und vielfältigen Praxisfeldern.
  • Medienbildung als Querschnittsaufgabe. Die GMK engagiert sich dafür, dass Menschen aller sozialen Milieus Medien für ihre Entwicklung sozial verantwortlich produktiv nutzen können. Die GMK setzt sich auch für eine gendersensible Medienpädagogik ein.
  • Medien und Kultur.  Mediale Kommunikation und die Nutzung von Medien sind Bestandteil von Kultur. Der Verband setzt sich für eine Verbindung von Medien- und Kulturarbeit ein.
  • Herausragende Projekte bekannt machen. Mit dem Dieter Baacke Preis werden bundesweit Projekte der Medienarbeit ausgezeichnet. Der Preis wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vergeben.
  • Pädagogische Fachkräfte unterstützen und anregen. In Qualifizierungsseminaren und Fachtagungen greift die GMK aktuelle Themen und Methoden der Medienpädagogik auf und entwickelt neue Praxismodelle.
  • Junge Wissenschaft fördern. Mit dem medius-Preis zeichnet die GMK Abschlussarbeiten aus, die sich mit Medienpädagogik, Medienforschung oder Jugendschutz befassen. Der Preis wird gemeinsam mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fern-sehen und dem Deutschen Kinderhilfswerk vergeben.
  • Politik beraten. Die GMK wirkt in politischen Gremien mit, sie entwickelt Konzepte und berät im Kontext von Jugendschutz, Kultur-, Bildungs-, und Jugendpolitik. Die GMK bezieht Stellung zu aktuellen medienpädagogischen Debatten.
  • Mediale Globalisierung. Die globalisierte Medienwelt eröffnet Chancen eines interkulturellen und internationalen Austauschs. Die GMK setzt sich dafür ein, die internationalen und globalen Medienentwicklungen kritisch zu begleiten und sinnvoll zu nutzen.

Fachgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt verschiedene Fachgruppen, unter anderem zu den Bereichen außerschulische Medienpädagogik, Bürgermedien, Erwachsenen- und Weiterbildung, Film, Games, Global Media Literacy, Hörmedien, inklusive Medienbildung, Jugendmedienschutz, KiTa, Medien und Geschlechterverhältnisse, Medienpädagogik in Bibliotheken, Multimedia, Netzpolitik, qualitative Forschung und Schule.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (2021): Medienkultur und Öffentlichkeit – Meinungs- und Medienbildung zwischen Engagement, Einfluss und Protest
  • (2020): Zwischen Utopie und Dystopie – Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft
  • (2019): Medienbildung für alle – Digitalisierung. Teilhabe. Vielfalt.
  • (2011–2021): Dieter Baacke Preis-Handbuch 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16
  • Berühmt im Netz? – Neue Wege in der Jugendhilfe mit Web 2.0
  • Körper, Kult, Medien – Inszenierungen im Alltag und in der Medienbildung
  • Medienbildung in der Migrationsgesellschaft
  • Schöne neue Medienwelten? – Konzepte und Visionen für eine Medienpädagogik der Zukunft
  • Medienbildung im Doppelpack – Wie Schule und Jugendhilfe einander ergänzen können

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]