Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik

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Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik e. V. (GWS) ist eine als gemeinnützig anerkannte wissenschaftliche Gesellschaft, die 1968 unter maßgeblicher Mitwirkung des damaligen Vorstandsvorsitzenden der Fa. Thyssen Röhrenwerke AG, Ernst-Wolf Mommsen, unter der Schirmherrschaft des Rationalisierungskuratoriums der Deutschen Wirtschaft (RKW) gegründet wurde.

Ziele und Mitgliedschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zielsetzung dieser im gesamten deutschsprachigen Raum etablierten wissenschaftlichen Gesellschaft ist es, (Spitzen)Manager/innen, Praktiker/innen und Wissenschaftler/innen zusammenzubringen, die an der Erörterung und der Fortentwicklung von sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Problemlösungen aus Sicht der Systemtheorie und der allgemeinen Kybernetik, speziell aber aus unternehmens- und sozialkybernetischen Perspektiven interessiert sind. Zurzeit sind etwa die Hälfte der Mitglieder an Hochschulen tätig.

Tagungsbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Regel wird alle 18 Monate ein wissenschaftlicher Kongress durchgeführt, der später in einem eigenen Tagungsband dokumentiert wird. In diesem stehen überwiegend praktische Probleme der Anwendung von systemtheoretischem und kybernetischem Wissen im Vordergrund.

Xing-Gruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine moderierte GWS‐XING‐Gruppe als Anlaufpunkt für GWS‐Mitglieder und für alle Interessierten an dem weiten Feld der Wirtschafts‐ und Sozialkybernetik. In der Gruppe sind Themen aus Unternehmenskybernetik, Managementkybernetik, Organisationskybernetik, soziologischer Systemtheorie, Soziakybernetik, systemischem Management u. a. unabhängig von ihrer methodischen Ausrichtung willkommen.

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1984 sind folgende Tagungsbände in der Reihe Wirtschaftskybernetik und Systemanalyse im Verlag Duncker & Humblot erschienen:

  • Jörg Baetge (Hrsg.): Kybernetik und Management. Berlin 1984.
  • Jörg Baetge, Gerhard Neip (Hrsg.): Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen neuer Entwicklungen in der Computertechnologie. Berlin 1985.
  • Thomas Witte (Hrsg.): Systemforschung und Kybernetik für Wirtschaft und Gesellschaft. Berlin 1986.
  • Jörg Baetg, Hans Rühle von Lilienstern, Helmut Schäfer (Hrsg.): Logistik – eine Aufgabe der Unternehmenspolitik. Berlin/ München 1987.
  • Thomas Fischer (Hrsg.): Betriebswirtschaftliche Systemforschung und ökonomische Kybernetik. Berlin 1987.
  • Roland Fahrion (Hrsg.): Kybernetische Aspekte moderner Kommunikationstechnik. Berlin 1988.
  • Hans Czap (Hrsg.): Unternehmensstrategien im sozio-ökonomischen Wandel. Berlin 1990.
  • Klaus Henning, Bertram Harendt (Hrsg.): Methodik und Praxis der Komplexitätsbewältigung. Berlin 1992.
  • Bernd Schiemenz (Hrsg.): Interaktion – Modellierung, Kommunikation und Lenkung in komplexen Organisationen. Berlin 1994.
  • Rolf Pfeiffer (Hrsg.): Systemdenken und Globalisierung – Folgerungen für die lernende Organisation im internationalen Umfeld. Berlin 1997.
  • Markus Schwaninger (Hrsg.): Intelligente Organisation – Konzepte für turbulente Zeiten auf der Grundlage von Systemtheorie und Kybernetik, Berlin 1999.
  • Christian Scholz (Hrsg.): Systemdenken und Virtualisierung – Unternehmensstrategien zur Vitalisierung und Virtualisierung auf der Grundlage von Systemtheorie und Kybernetik. Berlin 2002.
  • Peter Milling (Hrsg.): Entscheiden in komplexen Systemen. Berlin 2002.
  • Thomas Fischer (Hrsg.): Kybernetik und Wissensgesellschaft. Berlin 2004.
  • Egbert Kahle, Falko E.P. Wilms (Hrsg.): Effektivität und Effizienz durch Netzwerke. Berlin 2005.
  • Ricarda B. Bouncken (Hrsg.): Interkulturelle Kooperation. Berlin 2006.
  • Klaus Henning, Christiane Michulitz (Hrsg.): Unternehmenskybernetik 2020. Berlin 2007.
  • Meike Tilebein (Hrsg.): Innovation und Information. Berlin 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]