GfK-Verein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
GfK Verein
Logo
Rechtsform e. V.
Gründung 1934
Sitz Nürnberg, Deutschland
Website www.gfk-verein.org

Der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e. V. (GfK Verein) versteht sich primär als Vereinigung zur Mehrung des für die Erforschung und Bearbeitung weltweiter Märkte relevanten Grundlagenwissens.

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus rund 600 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Zweck des Vereins ist es, innovative Forschungsmethoden in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen zu entwickeln, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und die für den privaten Konsum grundlegenden Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Verbraucher zu erforschen. Die Studienergebnisse werden den Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Verein ist Mehrheitsaktionär der GfK SE (Gesellschaft für Konsumforschung) und hält 56,46 Prozent der Anteile.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein ist 1934 gegründet worden, um „die Stimme des Verbrauchers zum Klingen zu bringen“, wie es in der Präambel heißt. Der Vereinszweck besteht seit der Gründung also darin, Marktforschung zu etablieren und zu fördern. Der GfK Verein damals als GfK-Nürnberg Gesellschaft für Konsumforschung e. V. von Nürnberger Hochschullehrern, darunter dem späteren deutschen Wirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard, gegründet. Das Konzept wurde vom Mitbegründer Wilhelm Vershofen gestaltet.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Verein kümmert sich um die Schaffung von Grundlagenwissen zu weltweiten Märkten. Beispiele dafür sind die Reihe „Der europäische Verbraucher“ mit Informationen zu Märkten und die „Challenges of Europe“ oder der „Trendsensor Konsum“ zur Untersuchung von Verbrauchertrends.
  • Er möchte auch zur Schaffung von Grundlagenwissen zu Marktforschungsmethoden beitragen. Die Grundlagenforschung des GfK Vereins generiert Wissen darüber, wie Märkte besser untersucht werden können. Grundlagenforschung bedeutet, dass nur solche Verfahren und Methoden entwickelt und überprüft werden, die potenziell einen signifikanten Fortschritt gegenüber dem Vorhandenen darstellen.
  • Zudem möchte er Wissen durch Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten schaffen. Die Arbeit mit der Universität Erlangen-Nürnberg steht derzeit dabei im Mittelpunkt. Zudem bestehen derzeit (2010) u. a. Kooperationen mit Zürich (Neuromarketing) und Genf (Emotionen).
  • Die Mehrung von Wissen durch die Ausbildung von Marktforschern gehört ebenfalls zu den Aktivitäten des Vereins. Dazu betreibt der GfK-Verein die GfK Academy und seit 2007 den GfK-Stiftungslehrstuhl für „Marketing Intelligence“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Zudem gibt der Verein zweimal jährlich die GfK Marketing Intelligence Review (GfK MIR), ein Marketingmagazin, das sich an die Entscheider aus der Marketingpraxis richtet. Auch der Info-Service www.gfk-compact dient der Verbreitung und Vermehrung von Marktforschungswissen bzw. -ergebnissen.

Alle zwei Jahre wird vom Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt und dem Verein der Georg Bergler-Preis für Absatzwirtschaft vergeben. Diese Auszeichnung würdigt die Arbeiten von Buchautoren im Themenkreis der marktorientierten Unternehmensführung, die wissenschaftliche Erkenntnisse aus Marketing und dem Bereich Absatzwirtschaft besonders anschaulich, praxisnah und wegweisend darstellen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilfried Feldenkirchen, Daniela Fuchs: Die Stimme des Verbrauchers zum Klingen bringen. 75 Jahre Geschichte der GfK Gruppe. Piper Verlag, München/Zürich 2009, ISBN 978-3-492-05366-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Investor KKR unterbreitet GfK-Aktionären Übernahmeangebot, Focus. Abgerufen am 14. Dezember 2016