Girl You Know It’s True

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Girl You Know It’s True / Milli Vanilli
  DE 1 11.07.1988 (27 Wo.)
  AT 1 15.09.1988 (18 Wo.)
  CH 2 11.09.1988 (18 Wo.)
  UK 3 02.07.1988 (15 Wo.)
  US 2 07.01.1989 (26 Wo.)
Girl You Know It’s True / Centory ft. Trey D.
  DE 50 29.07.1996 (10 Wo.)
Girl You Know It’s True / Keith ’n’ Shane
  UK 36 23.12.2000 (5 Wo.)
Girl You Know It’s True / Oli P. & Jan van der Toorn
  DE 17 10.09.2001 (10 Wo.)
  AT 40 23.09.2001 (8 Wo.)
  CH 97 23.09.2001 (3 Wo.)
Girl You Know It’s True / Lemon Ice
  DE 26 17.08.2007 (9 Wo.)

Girl You Know It’s True ist ein Lied von Numarx aus dem Jahr 1987, das von William Pettaway Jr., Sean Spencer, Kevin Liles, Rodney Hollaman und Kayode Adeyemo geschrieben wurde. Weltweit bekannt wurde es ein Jahr später durch die in Deutschland produzierte Band Milli Vanilli.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1987 nahm die fünfköpfige Hip-Hop-Gruppe Numarx aus Baltimore, bei der Spencer, Liles und Hollaman Mitglied waren, das selbstgeschriebene Lied Girl You Know It’s True als ihre zweite Single auf.[2] Produzenten waren Bill Pettaway und Ky Adeyemo.[3] Es erschien bei einem Indie-Label in Maryland und im Jahr darauf beim britischen Label Bluebird zusammen mit ihrem Debütsong Rhymes So Def. Außerdem veröffentlichten sie ein Album mit dem Titel Our Time Has Come mit den beiden Songs. Für Numarx brachte es keinen nennenswerten Erfolg und die Mitglieder gingen bald getrennte Wege, unter anderem wurde Kevin Liles später Leiter des Labels Def Jam.[4]

Der deutsche Produzent Frank Farian wurde 1988 auf das Lied Girl You Know It’s True aufmerksam und wählte es als erstes Lied für sein Musikprojekt Milli Vanilli aus. In Deutschland und Österreich wurde Girl You Know It’s True in der Version von Milli Vanilli ein Nummer-eins-Hit. Auch in England und der Schweiz kam es in die Top 3. Anfang 1989 war es auch in den USA erfolgreich, es kam bis auf Platz 2 und verkaufte sich über eine Million Mal.[1] Das zugehörige Album, das nach dem Lied benannt wurde, ist mit über 6 Millionen verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album aus deutscher Produktion in den Vereinigten Staaten.[5] Song und Album brachten Milli Vanilli einen Grammy Award als Newcomer des Jahres.

Bei einem MTV-Konzert im Jahr 1990 blieb bei dem Lied Girl You Know It’s True die Playback-Maschine hängen und wiederholte endlos den Anfang des Refrains. In der Folge wurde bekannt, dass Rob Pilatus und Fab Morvan nie selbst gesungen hatten, sondern nur als Tänzer und Performer auf der Bühne gestanden hatten. Die eigentlichen Sänger waren neben anderen Charles Shaw, Johnny Davis und Brad Howell gewesen. Produzent Frank Farian löste danach das Projekt auf.[6]

Coverversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Aufdeckung des Skandals um Milli Vanilli litt die Popularität des Songs im Ausland. Die beiden Boyzone-Mitglieder Keith Duffy und Shane Lynch nahmen 2000 nach der Auflösung ihrer Band eine Rapversion des Lieds auf, das eine Satire auf die Musikindustrie darstellt.[7][8] Eine Singleversion kam Ende 2000 in die britischen Charts.

Im deutschsprachigen Raum, wo der Skandal keine so hohen Wellen geschlagen hatte, war das Lied aber weiterhin populär und wurde unter anderem von Centory, Oli P. und Lemon Ice gecovert. Alle drei kamen mit ihren Versionen auch in die Charts.

Aufnahmen:[9]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Quellen Chartplatzierungen: DEATCHUKUS
  2. Sean Spencer – Biografie bei Allmusic, abgerufen am 6. November 2016
  3. Numarx – Girl You Know It’s True, Eintrag bei Discogs, abgerufen am 6. November 2016
  4. Artist Profile: Numarx (Classic Radio Mixes + Music)!!, Fifth Element, 24. Januar 2012
  5. Milli Vanilli in der Gold-/Platin-Datenbank der RIAA (USA)
  6. The Milli Vanilli Tragedy, VARA (YouTube-Video vom 18. Januar 2011)
  7. Shane Lynch has another go at Puff Daddy..., ShowBiz.ie, 15. September 2000
  8. Adult Zone!, New Musical Express, 15. Oktober 2000
  9. Coverversionen in den Datenbanken von who sampled und coverinfo.de, abgerufen am 6. November 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]