Glattnackenrapp

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Glattnackenrapp
Glattnackenrapp (Geronticus calvus)

Glattnackenrapp (Geronticus calvus)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Ibisse und Löffler (Threskiornithidae)
Unterfamilie: Ibisse (Threskiornithinae)
Gattung: Geronticus
Art: Glattnackenrapp
Wissenschaftlicher Name
Geronticus calvus
(Boddaert, 1783)

Der Glattnackenrapp oder Glattnackenibis (Geronticus calvus) ist ein seltener Ibis, der im südlichen Afrika lebt. Die Bestandssituation des Glattnackenrapps wird mit vu (=vulnerable – gefährdet) angegeben.[1]

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Glattnackenrapp wird 80 Zentimeter lang, hat ein Gewicht von etwa 1,3 Kilogramm und ähnelt einem Waldrapp mit hellem Gesicht, doch fehlt ihm der Schopf.

Das Gefieder ist schwarz und glänz stahlgrün. Das nackte Gesicht und die Kehle sind weißlich. Der Schnabel und der nackte Scheitel sind leuchtend rot.[2]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glattnackenrappen leben nur in den Bergregionen des südlichen Südafrikas, in Lesotho, Südafrika und Swasiland, vor allem in den Drakensbergen. Glattnackenrappen bevorzugen hoch gelegenes Grasland zwischen 1200 und 1850 m mit kurzen Gräsern.

Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glattnackenrappen fressen Raupen, Käfer, Heuschrecken und andere Insekten, ferner Schnecken und Würmer sowie kleine tote Säugetiere, Echsen und Vögel.

Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glattnackenrapp im Nest

Sie sind Koloniebrüter wie die meisten Ibisse. Im Juni kehren sie zu ihren Kolonien zurück, die oft nur zwei bis fünf, teils aber auch mehrere Dutzend Nester umfassen. Die Weibchen legen zwischen Anfang August und Ende September zwei oder drei Eier. Mit zwei Monaten sind die jungen Glattnackenibisse flugfähig.

Heute gibt es nur noch etwa 7.000 bis 10.000 Glattnackenrappen.

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glattnackenrapp
Glattnackenrapp

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • W. Grummt, H. Strehlow (Hrsg.): Zootierhaltung Vögel. Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8171-1636-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geronticus calvus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geronticus calvus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: BirdLife International, 2008. Abgerufen am 18. September 2016
  2. W. Grummt, H. Strehlow (Hrsg.): Zootierhaltung Vögel. Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8171-1636-2. S. 105