Gottfried Schultz

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Gottfried Schultz
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Rechtsform SE
Gründung 1924
Sitz Ratingen, Deutschland
Leitung Nicholas J. Dunning
(Vorsitzender des Vorstands)
Heinrich Weiss
(Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Mitarbeiter 1.900
Umsatz 1,249 Mrd. Euro
(Stand: 2012)
Branche Autohandel
Website gottfried-schultz.de

Die Autohandelsgruppe Gottfried Schultz Automobilhandels SE mit Sitz in Ratingen ist der größte konzernfreie Vertragshändler für die Marken des Volkswagen-Konzerns in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter in 27 Betrieben. Es vertreibt und betreut Autos der Konzernmarken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Škoda, Bentley, Porsche und Bugatti.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gottfried Schultz (1903–1980) gründete 1924 in Essen ein Unternehmen, das Autos der Marke Nash vertrieb und mit Gebrauchtwagen handelte. Anfang der 1930er Jahre wurde er Vertragshändler für Horch. Nach der Fusion von Horch mit Audi, Wanderer und DKW zur Auto Union führte er ab 1932 auch diese Marken. 1936 wurde ein Neubau errichtet, in dem der Hauptbetrieb des Unternehmens bis 2009 seinen Sitz hatte. Im Jahr 1939 wurde ein „Hauptwerkstätten-Vertrag“ mit der Volkswagenwerk GmbH Berlin unterzeichnet.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges stand das Unternehmen vor dem Problem, dass die wichtigsten Handelspartner in der Sowjetischen Besatzungszone lagen. Schultz begann eine Zusammenarbeit mit dem Wolfsburger Volkswagen-Werk, für das er zunächst ehemalige Wehrmachtsbestände vermittelte. 1946 schloss er mit dem Werk einen Vertrag über die Lieferung des VW Käfer an Privatpersonen. 1949 gründete er eine erste Niederlassung in Düsseldorf, der 1952 Verkaufsbüros in Opladen und Moers sowie 1958 ein Niederlassung in Mettmann folgten. 1968 wurde ein Neubau in Ratingen-Lintorf errichtet, in dem ein Großhandels-Vertriebszentrum und die Unternehmenszentrale eingerichtet wurden.

Firmengründer Gottfried Schultz starb 1980 im Alter von 77 Jahren.

Nachdem Vertrieb und Service der Marken Volkswagen und Audi über 20 Jahre lang gemeinsam „unter einem Dach“ – das Kürzel dafür hieß damals „V.A.G“ – erfolgt war, änderte sich die Strategie der Hersteller Ende der 1980er / Anfang der 1990er Jahre. Inzwischen waren die Modellpaletten von Volkswagen und Audi so umfangreich geworden, dass sie - wenn man Interessenten einen vollständigen Überblick geben wollte - nebeneinander kaum noch zu präsentieren waren. Konsequenterweise beschlossen Volkswagen und Audi (wie zuvor schon Porsche), aber auch die inzwischen zum Volkswagen-Konzern gehörenden Marken Seat (seit 1993 bei Gottfried Schultz), Škoda (seit 2003) und Bentley (seit 2002), an wichtigen Standorten den Vertrieb auf „Zentren“ oder zumindest auf Betriebe einer Marke zu konzentrieren. 1989 baute Gottfried Schultz in Essen das erste Audi-Zentrum in Deutschland. Es folgten durch Neu- oder Ausbau sowie durch Übernahme auf Volkswagen, Audi, Seat, Škoda, Bentley oder Porsche spezialisierte Betriebe. In Düsseldorf entstand seit 2004 unter der Federführung von Gottfried Schultz die „Automeile Höherweg“ für über 20 Automobilmarken auf einem etwa 15 ha großen Gelände. Gottfried Schultz ist auf der „Automeile Höherweg“ mit dem Volkswagen Zentrum Nordrhein, mit einem Škoda-Betrieb und mit der Nobelmarke Bentley vertreten.

Gottfried Schultz bildet derzeit über 400 junge Leute zu Automobilkaufleuten, Kfz-Mechatronikern (Kfz-Mechanikern bzw. Kfz-Elektrikern), Karosseriebauern, Lackierern und Fachkräften für Lagerlogistik aus.

Die Geschäftsführung besteht 2015 aus Nicholas J. Dunning (Vorsitzender), Harald Fähr, Markus Ludewig und Jürgen Schönbrunn. Dem Verwaltungsrat gehören an Heinrich Weiss (Vorsitzender), Alexander Glasmacher, Felix Goedhart, Peter J. Henssen, Martin Kirschner und Robert Rademacher. Letzterer hatte das Unternehmen seit Anfang der 1970er Jahre geleitet und ist seit 2005 nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Tätigkeit – wie auch Gottfried Schultz in den 1960er Jahren – Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK).