Gyrus supramarginalis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Gyrus supramarginalis schlingt sich um das Ende der Fissura sylvii.

Der Gyrus supramarginalis[1] ist eine Windung (Gyrus) der Großhirnrinde und befindet sich in beiden Großhirn-Hälften am Übergang von Scheitel-, Schläfen- und Hinterhauptlappen, wird jedoch dem Scheitellappen zugerechnet. Er schlingt sich um das hintere Ende der Fissura Sylvii.

Histologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Histologisch entspricht er dem Brodmann-Areal 40.

Topologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rostral des Gyrus supramarginalis liegt das für das Sprachverständnis wesentliche Wernicke-Areal. Caudal befindet sich der Gyrus angularis, dorsal der Lobulus parietalis inferior [2].

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schädigung des Gyrus supramarginalis der sprachdominanten Gehirnhälfte kann zu einem Gerstmann-Syndrom führen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Federative Committee on Anatomical Terminology (1998). Terminologia Anatomica. Stuttgart: Thieme
  2. Neuroanatomie, Martin Trepel, 1. Auflage (1995), Urban & Schwarzenberg, ISBN 3-541-13431-3