Höffigkeitsgebiet

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Ein Höffigkeitsgebiet ist ein Bereich der Erdkruste, in dem natürliche Anreicherungen von nutzbaren mineralischen Rohstoffen mit indirekten Mitteln nachgewiesen wurden, zum Beispiel durch die Verknüpfung einer geologischen Kartierung mit den Ergebnissen von geophysikalischen Messungen, geochemischen Analysen, Luft- und Satellitenfotos etc. Zwar sind noch keine konkreten Abschätzungen der vorhandenen Rohstoffmengen möglich, aber weitere Untersuchungen erscheinen gerechtfertigt.

Der Begriff höffig, der aus der Bergmannssprache kommt, bedeutet allgemein ein reiches Vorkommen versprechend, z. B. erdölhöffig[1]. Der Begriff ist mittlerweile auch auf das Ertragspotenzial anderer Ressourcen übertragen worden, z. B. spricht man im Zusammenhang mit der Eignung von Standorten für Windenergieanlagen auch von der Windhöffigkeit eines Gebietes[2], in der Archäologie bezeichnet die Fundhöffigkeit die Wahrscheinlichkeit in einem beschriebenen Gebiet einen Bodenfund zu machen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Gocht: Wirtschaftsgeologie und Rohstoffgeologie, Zweite, völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Springer Verlag, 1983. ISBN 3-540-12588-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DUDEN: Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage, Weltbild Sonderausgabe, 2009, ISBN 978-3-411-02437-7
  2. J. Hailer, H-J. Jeurink, T. Scholze, P. Sprenger: Ermittlung von Vorrangflächen für die Nutzung der Windenergie in der Region Neckar-Alb, Fachhochschule Rottenburg, Hochschule für Forstwirtschaft, 2004 pdf