HDBaseT

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HDBaseT ist ein Verbindungsstandard zur Übertragung hochauflösender Multimediasignale.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die HDBaseT Alliance wurde 2009 von LG, Samsung, Sony und Valens Semiconductor gegründet. Die meisten bekannten AV Hersteller sind heute Mitglied der HDBaseT Alliance und stellen Geräte nach dem HDBaseT Standard her.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Grundstein für die HDBaseT Technologie liefert das 5Play Konzept. 5Play beinhaltet die Übertragung von unkomprimiertem ultra-HD Digital-Video und -Audio (2K/4K/3D), 100 Mbit/s Ethernet, USB 2.0, bis zu 100 W Stromversorgung (POE) und verschiedene Steuersignale über ein einziges Netzwerkkabel (geschirmtes Kategorie-6-Kabel) über bis zu 100 m. Die neueste Spezifikation des HDBaseT ermöglicht auch die Übertragung von Audio & Video, Ethernet, USB und Kontrollsignale für noch längere Distanzen über Glasfaser.

An die Verbindung sind beim HDBaseT andere Voraussetzungen als bei den CAT-Standards gegeben. HDBaseT verwendet im Gegensatz zur herkömmlichen Datenkommunikation ein asymmetrisches Verfahren. Die Pakettechnologie ist ebenfalls anders aufgebaut. Die Steckverbindungen müssen möglichst stabil und ohne Wackelkontakt sein. Es ist bei einer Live-Übertragung nicht möglich, fehlerhafte Bits erneut zu senden. Zudem sind feste Kupferkabel (keine Litzen) für die Signalübertragung von großer Bedeutung. Auf dem Markt gibt es spezielle HDBaseT-Kabel mit spezieller Schirmung und Festigkeit. Zudem sollte die fertige Installation mit einem speziellen HDBaseT-Messgerät überprüft werden.

Übertragungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Full-HD (2K/4K/3D) Video, unkomprimiert (mit allen HDMI-Formaten kompatibel und unterstützt alle wichtigen Funktionen, darunter EPG, CEC, EDID und HDCP)
  • Audio Multikanal (unterstützt alle gängigen Audio-Formate, einschließlich Dolby Digital, DTS, Dolby TrueHD und DTS-HD-Master Audio)
  • Steuerung (IR, CEC, RS-232 bidirektikonal)
  • nativer USB 2.0, (Tastatur, Maus, Touchscreen-Funktion)
  • Netzwerk (10/100)
  • PoE-Speisung bei Kupferkabeln (bis 100 Watt)

Vorteile von HDBaseT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kostengünstige Kabel/Installation
  • Einfache Verkabelung
  • Auch lange Kabelwege möglich
  • 5Play: Video, Audio, Ethernet, Steuersignale und Strom über ein einziges Kabel
  • Hohe Auflösung
  • Beste Qualität
  • extrem niedrige Latenz
  • Industriestandard
  • Weite Verbreitung

Installation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Hersteller bauen bereits heute standardmäßig einen HDBaseT Anschluss in Ihre Geräte ein (Beamer, Blu-ray, AV-Verstärker etc.). Je nach Hersteller wird der Anschluss nicht mit HDBaseT beschriftet und deckt auch nicht das ganze 5Play Konzept ab. Die HDBaseT Zertifizierung garantiert nur die HDBaseT Grundfunktion der AV-Übertragung. Wenn die Geräte bereits einen HDBaseT Anschluss besitzen, können die Geräte einfach über ein Ethernetkabel (Kat. 6 geschirmt) verbunden werden. Beim Empfangsgerät muss dann als Eingang der HDBaseT Anschluss ausgewählt werden und beim Ausgabegerät sind allenfalls noch Einstellungen zum Signal nötig. Wenn eines der Geräte kein HDBaseT Anschluss besitzt ist das kein Problem. Unterdessen gibt es von vielen Herstellern Sende- bzw. Empfangsboxen mit HDMI/Displayport/VGA/Composit und anderen Ein-/Ausgängen welche als Signalwandler fungieren. Zudem gibt es auch Medienumschalter mit allen möglichen zusätzlichen Funktionen.

Alternativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]