Sakala (M314)

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HMS Inverness (M102)
Sakala (M314)
Sandown-Klasse
Sakala (links)
Sakala (links)
Übersicht
Typ Minenjagdboot
Bauwerft

VT Group, Vereinigtes Königreich

1. Dienstzeit Flagge
Dienstzeit

als HMS Inverness (M102) in der Royal Navy

Indienststellung 24. Januar 1991
Außerdienststellung 2005
Verbleib an die estnische Marine verkauft
2. Dienstzeit Flagge
Dienstzeit als Sakala (M314) in der estnischen Marine
Indienststellung 24. Januar 2008
Technische Daten
Verdrängung

450 Tonnen

Länge

52,6 Meter

Breite

10,5 Meter

Tiefgang

2,4 Meter

Besatzung

34 (7 Offiziere)

Antrieb

VSP-Schiffsantrieb
2× Paxman Valenta 6RPA200M
3× Rolls Royce (Perkins) CV8-250G
2× Combimac (100 kWh)

Geschwindigkeit

13 Knoten per Diesel, 6.5 Knoten elektrisch

Bewaffnung

23 mm Flak-Geschütz
3 × Browning 12,7 mm MG

Sensoren

Typ 1007 Navigationsradar
Thales 2093 VDS Minenjagdsonar

Panzerung

Fiberglas

Minenabwehrausrüstung

Atlas Elektronik Seafox MIDS

Wappen

Sakala (Ex-HMS Inverness) ist ein ehemaliges Minenjagdboot der Royal Navy, das inzwischen bei der estnischen Marine in Dienst gestellt wurde. Die Sakala ist das zweite von insgesamt drei modernisierten Booten der Sandown-Klasse, welche die estnischen Seestreitkräfte von der Royal Navy erworben haben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

HMS Inverness wurde im Vereinigten Königreich, als zweites von fünf Booten des ersten Bauloses der Sandown-Klasse, in der Vosper Thornycroft Schiffswerft gebaut. Es lief am 27. Februar 1990 vom Stapel und wurde ein Jahr später, am 24. Januar 1991, in Dienst gestellt. Unter anderem auch vor dem Hintergrund der veränderten Lage am Anfang des 21. Jahrhunderts, wurden die Inverness und zwei ihrer Schwesterschiffe, Sandown und Bridport, außer Dienst gestellt und an die Marine Estlands verkauft. Von dieser wurde das Boot als Sakala reaktiviert und der Minenabwehrdivision (Miinilaevade Divisjon) zugeordnet.

Zweite Dienstzeit (estnische Marine)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sicherheit und Freiheit in estnischen Gewässern gewährleisten
  • Minenräumen
  • Seenotrettungsdienst
  • Beteiligung an Einsätzen im Rahmen von BALTRON
  • Vertretung Estlands bei internationalen Übungen und Operationen
  • Zusammenarbeit mit dem Grenzschutz
  • Ausbildung der Besatzung

Name & Schiffswappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Schiffsname (Sakala) stammt von der altertümlichen Grafschaft Sakala, welche heute als Viljandimaa bekannt ist, jedoch oft Sakalamaa genannt wird. Das Schiffswappen wurde in einer Zeremonie am 24. Januar 2008 in Schottland präsentiert.[1]

Ein schwarzes Schild steht für die fruchtbaren Böden von Sakala und die gebräuchliche Kleidung der Männer. Die Rose weist auf die Hauptstadt des Sakalamaa Viljandi hin. Die Schwerter repräsentieren Sakalas bedeutende Rolle im altertümlichen estnischen Freiheitskampf und den Kampfgeist, da Silber für Loyalität steht. Das Schiffsmotto lautet in Latein In nomine libertatis – auf Deutsch „Im Namen der Freiheit“. Das Wappen wurde von Priit Herodes entworfen.

Kommandanten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vanemleitnant Ain Pärna
  • Vanemleitnant Erkki Silm
  •  ?
  • Vanemleitnant Toomas Auväärt
  • Vanemleitnant/ Kaptenmajor Ott Laanemets (2015–2016)
  • Kaptenmajor Annes Babenko (seit 2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sakala (M314) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Miinijahtija Sakala M314 (Memento vom 10. Februar 2012 im Internet Archive)