Hachette Livre

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Hachette ist ein französischer Verlag, der 1826 von Louis Hachette (1800–1864) gegründet wurde. Er wurde 1981 von der Groupe Lagardère übernommen.

Zunächst firmierte er unter dem Namen Brédif (gleichzeitig der Buchladen von Louis Hachette), ab 1846 L. Hachette et Compagnie, ab 1919 Librarie Hachette (im selben Jahr wurden sie Société anonyme, SA) und ab 1977 Hachette SA. Hachette hatte anfangs seinen Schwerpunkt bei Schulbüchern, Reisenführern und Lehrbüchern. Bis Ende des 19. Jahrhunderts baute Hachette ein großes Vertriebsnetz auf (Messageries Hachette) unter anderem in zahlreichen Bahnhofsbuchhandlungen. 1914 übernahmen sie Jules Hetzel, den Verleger von Jules Verne.

1996 fusionierten sie mit der Hatier Gruppe und 2004 wurde der Lexikonverlag Larousse übernommen. Sie kontrollieren auch die Verlage Fayard (1958), Armand Colin (2002), Calmann-Levy (1993), Stock (1961), Marabout (1983), Tallandier, Dunod, Le Livre de Poche und Éditions Grasset & Fasquelle (1954). Sie waren 2010 der größte französische Verlag mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Auch in Spanien gehörten sie zu den größten Verlagen.

Hauptquartier ist im 15. Arrondissement von Paris (Quai de Grenelle).

Als Teil von Lagardère Media (Lagardère Publishing) ist ihm auch die US-amerikanische Hachette Book Group zugeordnet (entstanden aus der Übernahme der Verlagsabteilung von Time-Warner 2006). Hachette Livre ist ein Imprint von Lagardère.

Biblioteque verte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hachette ist bis heute bekannt für seine Einteilung der Jugendliteratur in zwei Farben. Im Jahr 1923 begann man die Klassiker der Jugendliteratur mit grünem Einbandrücken anzubieten. Später, wurden alle abenteuer- und geheimnisorientierten Bücher damit versehen und eher Knaben damit angesprochen.

Biblioteque rose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigentlich mit noch älteren Wurzeln wie die "grünen" Bände, wurde ab spätestens 1971 mit den "rosanen" Bänden ein Gegenentwurf etabliert, der eher Mädchen ansprechen sollte und vor allem gefühlvolle und humoristische Bücher umfasste.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]