Hans Hamelau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Das „neue Millerntor“ um 1800

Hans Hamelau (* um 1620 in Holstein; † 1670 in Hamburg) war ein Hamburger Baumeister. Er war seit 1659 bis zu seinem Tod Leiter des Hamburger Bauhofs. Hamelau prägte das Stadtbild der Hansestadt bis zum Hamburger Brand. Unter seiner Leitung entstanden das neue Millerntor, das Kornhaus am Wandrahm, das Baumhaus am Hafen, das Spinnhaus am Holzdamm, die Stadtwaage am Hafen und das Zucht-, Werk- und Armenhaus.[1]

Über Hamelaus Kindheit und Jugend ist wenig bekannt. Seine erste Erwähnung findet sich 1653. In diesem Jahr erwarb er als Kunstmeister das Bürgerrecht der Stadt Hamburg. Er begann seine Hamburger Tätigkeit mit dem Bau des neuen Millerntors 1659 bis 1663. In dieselben Jahre fällt der Bau eines großen Kornhauses, das Hamelau als reine Fachwerkkonstruktion ausführte.

Hamelaus Entwurf eines Zollhaus (Baumhaus) am Baumwall war schlossartig. Dieser vom Rat brüsk abgelehnte Entwurf veranlasste den Rat, Hamelau auf eine längere Forschungsreise nach Amsterdam zu schicken, wo er zeitgenössisches holländisches Bauen kennenlernen sollte. Nach seiner Wiederkehr baute Hamelau das Haus weit in die Elbe hinein und versah es mit einem Ausguck, um einen guten Überblick über die Hafeneinfahrt zu gewähren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann Heckmann: Das kommunale Bauwesen in: Volker Plagemann (Hg.): Die Kunst des protestantischen Barock in Hamburg Dölling und Galitz S. 46