Hans Schlosser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hans Schlosser (* 1934 in Brünn) ist ein deutscher Jurist und ehemaliger Hochschullehrer an der Universität Augsburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten München und Frankfurt am Main legte Schlosser 1959 in München sein Erstes Juristisches Staatsexamen ab. Nach dem anschließenden Referendariat folgte 1963 das Zweite Staatsexamen. Bereits im Jahr 1962 hatte er bei Ekkehard Kaufmann zum Dr. iur. promoviert. Anschließend arbeitete Schlosser als wissenschaftlicher Assistent von Hermann Krause in München. Dort habilitierte er sich 1969 und erhielt die venia legendi für die Fächer Deutsche Rechtsgeschichte, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit und Bürgerliches Recht.

Nach Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten München und Marburg nahm Schlosser 1971 den Ruf der Universität Augsburg auf den ordentlichen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte an. Diesen Lehrstuhl hatte er bis zu seiner Emeritierung 2002 inne. Zwischenzeitliche Rufe der Universität des Saarlandes und der Freien Universität Berlin lehnte er ab. 1972 war er Vizepräsident der Universität Augsburg. Auch nach seiner Emeritierung engagiert Schlosser sich weiter in der Lehre. So nimmt er seit 2002 an den italienischen Universitäten Catania und Messina Lehrtätigkeiten wahr, seit 2004 unterrichtete er auch an der neugegründeten Hochschule der Rechtswissenschaften Bratislava.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Rechts- und Einredeverzichtsformeln (renuntiationes) der deutschen Urkunden des Mittelalters. Scientia, Aalen 1963, ISBN 978-3-511-02822-0 (Dissertation).
  • Spätmittelalterlicher Zivilprozeß nach Bayerischen Quellen. Gerichtsverfassung und Rechtsgang. Böhlau, Köln 1971, ISBN 978-3-412-42671-2 (Habilitationsschrift).
  • Grundzüge der Neueren Privatrechtsgeschichte. 10. Auflage. UTB, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-8252-0882-0.
  • Die "Leopoldina" – Toskanisches Strafgesetzbuch vom 30. November 1786. De Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3-89949-839-4.
  • Neuere Europäische Rechtsgeschichte. 2. Auflage. C.H. Beck, München 2014, ISBN 978-3-406-67255-2.
  • Neuere Europäische Rechtsgeschichte. Privat- und Strafrecht vom Mittelalter bis zur Moderne. 3. überarb. und erw. Auflage. C.H. Beck, München 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]